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Ein Freund von Show und reiner Blasmusik

Rinteln / Feuerwehr Ein Freund von Show und reiner Blasmusik

Das Feuerwehr-Blasorchester Rinteln (Feubori) hat nach dem zweimaligen Führungswechsel wieder Tritt gefasst. Der erste Auftritt mit dem neuen Dirigenten Markus Plachta hatte bei einem Frühschoppenkonzert in Lauenau noch relativ wenig Besucher.

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 Das Programm für das Adventskonzert in St. Nikolai bereitet er schon vor: Markus Plachta, neuer Leiter des Feuerwehr-Blasorchesters Rinteln.

Quelle: dil

Rinteln. Am 31. Oktober bei der Eröffnung der Rintelner Messe auf dem Marktplatz werden es schon mehr sein. Und am Sonnabend, 6. November, ab 17 Uhr erwarten die 23 Musiker wieder ein volles Haus – beim Adventskonzert in St. Nikolai.

 Das Programm für das Adventskonzert steht schon am (eigentlich weißen) schwarzen Brett. Traditionelle Blasmusik, Weihnachtslieder, „Moon River“, „Phantom der Oper“ und die „Petersburger Schlittenfahrt“ deuten auf eine breite Mischung hin. Sogar die Zugabe „Feliz navidad“ steht schon fest. Und dass mindestens eine Zugabe gefordert wird, das haben die Mitglieder ihrem neuen Dirigenten schon klar gemacht.

 „Showeffekte ja, aber zuerst muss die musikalische Qualität stimmen“, nennt Plachta sein Credo. Ausflüge in Musical, Pop und Swing sieht er gern, auch die dazu von Orchestermitgliedern oft geschriebenen neuen Arrangements. „Aber ich möchte auch stärker zurück zu Musik, die direkt für Blasorchester wie dieses geschrieben worden ist“, sagt Plachta. „Da haben wir hier noch etwas Nachholbedarf.“

 Außer den Freiluftauftritten und dem Adventskonzert strebt Plachta auch wieder Hallenkonzerte an. Zu Pfingsten wird das Blasorchester deshalb im Brückentorsaal zu hören sein.

 Die Mitgliederzahl des Blasorchesters liegt derzeit bei 23, sie kommen aus Rinteln, Lauenau, Hemeringen und Emmerthal. Verstärkungen sind bei fast allen Instrumenten gern gesehen, erklärt Plachta. Der Nachwuchs kommt: Seine Stellvertreterin und monatelange Leiterin nach dem Rücktritt von Klaus Diebietz, Angela Voges, bereitet schon sieben Kinder im Vororchester auf ihre musikalische Zukunft vor.

 Im April hatte sich Plachta auf eine Anzeige des Feuerwehr-Blasorchesters gemeldet, bei gemeinsamen Proben lernte er die Musiker näher kennen. Im September begann er dann offiziell als Leiter.

 Der 26-Jährige, gebürtig aus Dormagen, ist hauptberuflich Flötist im Heeresmusikkorps Hannover. Das bringt auch Konzertreisen mit sich. Eine Woche in den Niederlanden, fünf Tage in Italien, jetzt im Sauerland und in Bonn, Plachta kommt viel herum. Da wird der traditionelle Probenabend in Rinteln schon mal verlegt. Er brachte Erfahrung als stellvertretender Leiter einer Kapelle und eines Spielmannszuges aus Dormagen mit.

 „Mein Chef sagte mal, die Menschen hören auch mit den Augen“, erzählt Plachta. „Im Vordergrund steht bei mir zwar die Musik, aber wenn das läuft, bin ich für alles offen. In erster Linie ist mir wichtig, dass alle Spaß haben. Und wir haben schon jetzt ein großes Repertoire mit Polkas und weitere Unterhaltungsmusik.“

 Jeder könne sich mit Musikvorschlägen einbringen, erklärt der Profi-Musiker Plachta eine Motivationshilfe: „Die Mitglieder hier machen das ja alles in ihrer Freizeit.“ Eine Probe dauert zweimal eine Stunde, dazwischen ist Pause mit Klönen. Dazu reist Plachta aus seinem Wohnort Wunstorf an. „Eine halbe Stunde Fahrt, das geht schon“, sieht er darin keine Belastung. Noch neun Jahre währe sein Vertrag als Zeitsoldat. Und solange könne er sich seine Arbeit mit „Feubori“ in Rinteln schon vorstellen.

 Übrigens hofft Plachta, dass nach dem Ausscheiden von Pastorin Astrid Bunselmeyer (jetzt im Raum Osnabrück) deren Nachfolgerin Sabine Schiermeyer bei „Feubori“ mitmacht. Schiermeyer spielt Flöte wie Plachta. Zur Probe im Übungsraum bei der Lebenshilfe kam sie aber noch nicht. Beim Adventskonzert kann sie sich aber an ihrer eigenen Wirkungsstätte einen Eindruck verschaffen.

dil

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