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Ein Konzert wie extra für St. Nikolai geschaffen

Rinteln Ein Konzert wie extra für St. Nikolai geschaffen

Weniger ist oft mehr, ließ das Vokalquartett „Niniwe“ am Samstag seine Zuhörer in der Nikolaikirche spüren, als sie Weihnachtslieder aus aller Welt präsentierten.

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Das Vokalquartett „Niniwe“ präsentierte in St. Nikolai Weihnachtslieder aus aller Welt.

Quelle: tol

Rinteln. Ganz ohne Instrumentalbegleitung, allein mit Intensität und Kraft ihrer Stimmen überwältigten die vier Sängerinnen aus Berlin ihr Rintelner Publikum.

 „When I close my eyes to see“ (Wenn ich meine Augen schließe, um zu sehen) – Dieser Satz eines der Lieder war Schlüssel für das gesamte Konzert. Einfach nur sich mitnehmen lassen und sich von der dichten Atmosphäre einhüllen lassen, welche Niniwe entfaltete. Nicht nur das altbekannte Thüringer Lied „Maria durch ein Dornwald ging“ erschien, getragen allein von den vier beeindruckenden Stimmen, in einem völlig neuen Licht in der bereits weihnachtlich erleuchteten Kirche mit Kerzen in den Bankreihen.

 Alte schwedische Lieder mit unverkennbar skandinavischer Färbung, feierliche Weihnachts-Weisen aus England, der Ukraine, Kroatien oder Amerika – Die Niniwe-Frauen, die sich seit 2002 mit lupenreinem A-capella-Gesang ein stetig wachsendes Publikum erschlossen haben, ließen jetzt in Rinteln die Frage aufkommen „Sind es die Lieder, die gemacht sind für die Nikolaikirche oder ist es die Kirche mit ihrer einzigartigen Akustik, die gebaut wurde für Niniwe, und nur gewartet hat auf den Auftritt der vier jungen Sängerinnen?“

 Zumindest Pastorin Astrid Bunselmeyer hat sicherlich gewusst, wie sehr Niniwe und Nikolaikirche zueinanderpassen dürften. „Sie hat sich dieses Konzert gewünscht und war auch Haupt-Sponsorin“, verriet ein Eingeweihter, beim Hinausgehen. Zustande gekommen sei der Auftritt durch die persönliche Freundschaft „von Lena Sundermeier unserem zweiten Sopran und Lisa Bunselmeyer, die zusammen in Bremerhaven ihr Abitur gemacht haben“, erklärte Winnie Brückner, die die meisten der Lieder für das Niniwe-Quartett arrangiert.

 Mit lang anhaltendem begeistertem Applaus honorierten die Rintelner das durch und durch ungewöhnliche Konzert, das auch ein gesprochenes Gedicht enthielt mit der leisen aber nachdringlichen Bitte: „Komm, Weihnachten, komm.“ Aber ein ganz klein wenig, hat’s noch Zeit, verlangten die Zuhörer auch mit ihrem Applaus, noch völlig unter dem Eindruck des Konzerts. Und ganze zwei Zugaben lang ließ sich Weihnachten aufhalten, bevor die Niniwe-Sängerinnen, die schon Konzertreisen nach Belgien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Italien, Korea, in die Niederlande, nach Österreich, Singapur, Spanien, in die Schweiz, nach Ungarn oder sogar Taiwan unternommen haben, mit dem alpenländischen Lied „Es wird schon dunkel...“ endeten.

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