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„Ein Projekt von Jugendlichen für Jugendliche“

Rinteln / Skatepark „Ein Projekt von Jugendlichen für Jugendliche“

Es dauert nicht mehr lange, dann wird es in dem Skate-Park an der Burgfelsweide wieder heiß hergehen. Denn wenn das Wetter mitspielt, könnten die Bauarbeiten, die dort in dieser Woche begonnen haben, bereits in vier bis sechs Wochen abgeschlossen sein. So lautet zumindest die Marschrichtung von Matt Grabowski, der mit der Aufgabe betraut ist, die stark beschädigte Skater-Anlage wieder auf Vordermann zu bringen.

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Sichtung des Plans für den neuen Skate-Park direkt vor Ort: Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz (von links), Stefan Müller, Matt Grabowski, Sebastian Denz und Philipp Kraschewski. © pk

Rinteln (pk). Zum Baubeginn kamen Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz und einer der Initiatoren des Skate-Parks von 1997, Sebastian Denz, mit Bauleiter Matt Grabowski und seinem Team von „minus-ramps.com“ zusammen, um die Pläne für die Anlage vorzustellen, aber auch um den Entstehungsprozess des Parks noch einmal Revue passieren zu lassen.

Denz erinnert sich noch daran, wie lange der Antrag von ihm und Mitstreiter Daniel Schüler in der Schublade der Stadt gelegen habe, bis sich schließlich der damals neue Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz des Antrags annahm und schließlich auch verwirklichen ließ. „Damals kam noch vor meiner Wahl zum Bürgermeister einer der Jugendlichen mit dem Wunsch nach einem Skate-Park zu mir. Kurz nach meiner Wahl zum Bürgermeister kam er dann auch schon wieder und fragte: ‚Und? Was ist denn jetzt mit dem Park?‘“, erzählt Buchholz lachend.
Denz und Buchholz zufolge wurde der Park sehr gut von den Jugendlichen angenommen, gerade zu Anfang. „Ich führe das auch darauf zurück, dass es sich dabei eben um ein Projekt von Jugendlichen für Jugendliche handelt. Deshalb hat es hier lange auch keinerlei Vandalismus gegeben“, glaubt Buchholz.

Und die Jugendlichen hatten endlich ihre Anlage, auf der sie ungestört trainieren konnten, ohne von öffentlichen Plätzen von Hausmeistern, Nachbarn oder Polizei vertrieben zu werden. Zudem lockte der Park nicht nur junge Leute aus Rinteln an, sondern auch aus dem Umkreis.

Erst in den vergangenen zwei Jahren sei die Anlage immer weniger aufgesucht worden, die Qualität habe schlichtweg zu stark abgenommen, erklärt Denz. „Aber jetzt wird hier von echten Profis alles wie aus einer Fläche aus Ortbeton gemacht, wodurch eine gleichmäßig glatte Oberfläche entsteht, außerdem sind die Rampen aus Aluminium. Somit entsteht kein weiterer Pflegebedarf, und es kann mit einer Haltbarkeit von 30 bis 40 Jahren gerechnet werden. Der Park wird jetzt noch attraktiver. Von daher bin ich sicher, dass hier bald wieder mehr los sein wird.“

Matt Grabowski schildert, was in den nächsten Wochen hier entsehen soll: „Die Idee ist, die alten Bestandteile mit den neuen zu verbinden. Die Anlage soll aufgefrischt werden mit dem Ziel, einen Flow-Park (engl. ,flow‘ = fließen) zu erstellen. Die Skater sollen möglichst wenig absteigen müssen, es soll ein Park werden, der ohne Anfang und Ende auskommt.“

So werde die in letzter Zeit „tote Ecke“ wieder durch eine neue Rampe aufgewertet. Zudem wird der Park um eine Fläche von 300 Quadratmetern erweitert, merkt Buchholz an.

Auf dieser zusätzlichen Fläche würden überdies neue Elemente installiert, etwa „Speed-Bumps, „Corners“, eine „Jersey-Barrier“ oder „Bodenwellen“, schildert Grabowski in Skater-Fachsprache, die die Jugendlichen verstehen. Aber im Detail könne sich die Planung auch noch ändern, schließlich werde bei den Bauarbeiten auch durchaus improvisiert.

Die Kosten für die Neugestaltung des Skate-Parks werden auf 50.000 Euro beziffert. Die Mittel kommen aus Einsparungen aus dem Produktkonto „Grundstücksankauf“. Im April hatte sich der Ortsrat Rinteln dafür ausgesprochen, den Park zu überholen, die Stadt willigte ein.

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