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„Ein Wunder, dass noch nichts passiert ist“

Raser auf dem Parkplatz „Ein Wunder, dass noch nichts passiert ist“

Die Beschwerden reißen nicht ab. Und seit dem Durchfahrtsverbot von der Straße Im Emerten aus in den neuen Kreisel an der Konrad-Adenauer-Straße haben die Klagen der Kunden des „Fressnapfs“ sogar noch zugenommen.

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Flach wie Flunder liegen die umgefahrenen Parkschilder auf dem Boden.

Quelle: pk

Rinteln. Das Tiernahrungsmittelgeschäft liegt genau zwischen Konrad-Adenauer-Straße und Im Emerten, das Problem: Der von beiden Straßen aus befahrbare Kundenparkplatz bildet jetzt das Nadelöhr für Autofahrer, die es eilig haben. So eilig, dass sich Marktleiterin Sina Spilker um die Sicherheit ihrer Kunden sorgt.

 „Die fahren hier teilweise über den Parkplatz wie auf der Autobahn“, sagt sie vor Ort im Gespräch mit unserer Zeitung. Kunden, die ihr Geschäft betreten oder es verlassen, Hunde oder spielende Kinder seien dadurch einer echten Gefahr ausgesetzt. „Es ist ein Wunder, das noch nichts passiert ist“, meint Spilker. Es vergehe kein Tag, an dem ihr keine Beschwerden von Kunden zu Ohren kämen.

 Die Auffahrt von der Straße Im Emerten aus ist schmal, die Kurve scharf, fast im rechten Winkel, die Einsicht dürftig. Bedingungen, die Schrittgeschwindigkeit erfordern, will man den Parkplatz befahren, möchte man meinen. Doch weit gefehlt. In regelmäßigen Abständen biegen Autofahrer, nahezu ohne abzubremsen, auf den Parkplatz ein. „Der Fahrradständer auf der Ecke wurde schon ein paar Mal umgefahren“, merkt Mitarbeiterin Sandra Rossband an.

 Um die Autofahrer zu mehr Obacht zu zwingen, hätten sie auch schon einmal ausgediente Paletten aufgebaut, um die Auffahrt noch mehr zu verengen. Vergebens. „Zwei Tage haben die gehalten, dann wurden sie einfach umgefahren“, schildert Spilker kopfschüttelnd. Nicht anders sei es auch Werbeschildern und Käfigen ergangen, die zum selben Zweck aufgestellt worden waren. „Die wurden einfach umgenietet“, sagt Rossband. Einmal hätten sie die Zufahrt vom Emerten aus mit einer Kette abgesperrt – die allerdings nach nur wenigen Tagen von Unbekannten aufgekniffen worden sei.

 Auch am anderen Ende des Parkplatzes haben die vorschnellen Autofahrer Spuren hinterlassen. Nicht mehr viele der metallenen Pfähle, die den Parkplatz mit einer Kette markierten, stehen noch. Flach wie eine Flunder liegen mehrere Pfähle auf dem Boden, die Parkschilder daneben – einfach umgefahren.

 Zugegeben, schon bevor die Durchfahrt vom Emerten in den Kreisel verboten wurde, hätten viele die Abkürzung über den Parkplatz vom Fressnapf genommen, sagt Spilker. „Aber seitdem ist es extrem.“

 Bei der Verwaltung hingegen ist über den Missstand beim „Fressnapf“ nichts bekannt. „Uns liegen keine Beschwerden vor“, sagte ein Mitarbeiter. pk

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