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Eine Frage des Typs

Neue Feuerwehrhelm für Rinteln Eine Frage des Typs

Die Weserstadt will 100 neue Feuerwehrhelme beschaffen. Das wäre an sich eine Meldung in der Zeitung, aber keine große Geschichte. Doch es ist die Diskussion im Feuerschutzausschuss in dieser Woche, die die Geschichte interessant macht. Es geht um neue Helme für die Atemschutzgeräteträger. Wegen einer Bestimmung der Feuerwehr-Unfallkasse sind die derzeitigen Helme für Einsätze nicht mehr geeignet (wir berichteten).

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RINTELN. Um zu bestimmen, welchen Helm die Stadt anschaffen soll, haben Kameraden der Rintelner Wehr unterschiedliche Helmtypen getragen. Der Vorschlag lautete: Helm „Heros Titan“, Hersteller Rosenbauer. Um allen Ortsfeuerwehren ein Stimmrecht zu geben, wurde unter Stadtbrandmeister Friedel Garbe in einer Stadtkommandositzung abgestimmt. Das Ergebnis: Elf Ortsbrandmeister sprachen sich für den „Heros Titan“ aus, fünf für den „Heros Smart“.

Die Verwaltung schlug nun vor, „in einem ersten Schritt“ für die Atemschutzgeräteträger den „Smart“ anzuschaffen. Also den Helm, gegen den sich die Mehrheit der Ortsbrandmeister entschieden hatte. Und auch wenn die Gebrauchsdauer von weiteren, „derzeit noch normgerechten“ Helmen ausliefe, sollten diese durch den „Smart“ ersetzt werden – und zwar schrittweise für Atemschutzgeräteträger sowie für alle weiteren Angehörigen der aktiven Wehr.

Für den Hintergrund führt die Verwaltung auf: In vielen Städten und Samtgemeinden in Schaumburg wurden die Feuerwehren mit dem Typ „Smart“ ausgestattet. „Vorausgegangen waren hier lange Trageversuche und Tests“, heißt es in der Verwaltungsvorlage.

Kein einheitliches Votum der Ortsbrandmeister

Außerdem habe es kein einheitliches Votum der Ortsbrandmeister gegeben. Da dies so sei, sei es Sache der Verwaltung, einen Beschlussvorschlag zu unterbreiten, erläuterte Ordnungsamtsleiter Ulrich Kipp während der Ausschusssitzung. Und der empfahl nun einmal den „Smart“.

„Warum folgt die Verwaltung dem Votum des Stadtkommandos nicht?“, fragte Veit Rauch (CDU) empört. Das Argument, dass die Abstimmung nicht einheitlich gewesen sei, wertete er als „außerordentlich schwach“.

Seine Vermutung: Die Verwaltung habe unter der Wertgrenze von 25000 Euro bleiben wollen. Denn 100 „Smart“-Helme würden die Stadt rund 23000 Euro kosten. Bei Anschaffungen von unter 25000 Euro kann die Verwaltung entscheiden, ohne Abstimmung im Verwaltungsausschuss. Eine Vermutung, die Kipp so nicht gelten lassen wollte.

"Maximale Lebensdauer"

Rauchs zweiter Einwand, das Argument könne nicht das Geld sein, sondern „die Sicherheit für unsere Feuerwehrleute“, schmetterte Stadtjurist Joachim Steinbeck ab: „Sicher sind beide Helme.“

Einen preislichen Unterschied gibt es jedoch: Der „Titan“ kostet rund 290 Euro pro Stück, der „Smart“ 230. Es sind jedoch genügend Mittel in den Haushalt eingestellt, sodass auch der teurere Helmtyp beschafft werden kann.

Der „Titan“ ist ein Vollschalenhelm, der „Smart“ hat eine Dreiviertelschale. Beide Helme besitzen die höchste Schutzklasse und haben, wie es heißt, „maximale Lebensdauer“ ohne Ablaufdatum. Und sie sind natürlich nach den gängigen EU-Normen zertifiziert.

Die fünf Ortsbrandmeister, die sich für den „Smart“ ausgesprochen haben, haben laut Garbe das geringere Gewicht des Helms positiv hervorgehoben. Und: Die Benutzung von Handy oder Funkgerät mit Helm sei einfacher gewesen.

Rauch beantragte, sich der Mehrheit im Stadtkommando anzuschließen und „Titan“-Helme anzuschaffen – zuerst für die Atemschutzgeräteträger, und sukzessive für die weiteren Feuerwehrleute.

Beschluss fällt am Ende einstimmig

Für Absolventen von Truppmann-Ausbildungen müssten die neuen Helme ebenfalls bereitstehen, gab Garbe zu bedenken – „und das können bis zu 30 Feuerwehrleute auf einmal sein.“ Das entsprechende Geld müsse in die kommenden Haushalte eingestellt werden, so Kipp. Bis Mitte Juni müssen die Haushaltsberatungen abgeschlossen sein.

Der Beschluss für den Helmtyp „Titan“ fiel letztlich einstimmig im Ausschuss. mld

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