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Eine bunte Mischung

Naturschutz Eine bunte Mischung

Wenn es um den Naturschutz geht, gehört Manfred Krause fraglos zu den alten Hasen. Er war schon dabei, als vor fast drei Jahrzehnten die Auetaler Nabu-Gruppe ins Leben gerufen wurde, und er ist auch an diesem Morgen wieder angetreten, als die Ehrenamtlichen 450 Büsche und Sträucher in die Erde bringen möchten.

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 Wildapfel, Kornelkirsche, Liguster, wolliger Schneeball: Fast 500 Sträucher und Bäume werden zwischen Hattendorf und Rahden gepflanzt.

Quelle: rnk

Hattendorf/Raden (rnk). Jede Hand wird benötigt; nicht nur, wegen der schieren Menge an Grünzeug, sondern vor allem, weil der Acker in den Gemarkung Hattendorf vor allem eines hat: Steine ohne Ende. Kein Spatenstich, der nicht von den gerne mal faustgroßen Steinen abgebremst wird, und der Spruch vom steinreichen Auetaler Nabu macht an diesem Tag mehrfach die Runde.

 „Es ist nicht das erste Großprojekt“, erzählt Krause nach zwei Stunden. Der Auetaler Nabu hat schon mehrere große Maßnahmen erfolgreich in Angriff genommen, Krause verweist auf den Rehrener Kammweg: Damals sah es dort wie nach einem Kahlschlag aus, „heute ist es fast ein Wald, ein Paradies“, meint er. So betrachtet ernte der Nabu heute die Früchte, die die Mitglieder in den achtziger Jahren gepflanzt hätten.

 Manfred Krause, Friedhelm Baule, Gerd Meier, Rolf und Gerda Wittmann und Manfred Struckmeier: Zum Arbeitseinsatz sind viele Helfer gekommen, die ihre Treue zum Naturschutz in Jahrzehnten messen können. Genau dort liegt ein Problem, dass die Auetaler Ortsgruppe mit so vielen Vereinen und Organisationen teilt: Es fehlt der Nachwuchs. Immerhin: 15 Helfer sind es doch, die gekommen sind und den schweißtreibenden Kampf mit dem steinigen Acker aufnehmen.

 Was sie alle noch eint, sind Dankbarkeit und Phantasie. Dankbarkeit für einen Menschen wie Klaus Göring, der wollte, dass dieses riesige Areal nicht in die Landwirtschaft verkauft wird, sondern an den Nabu Niedersachsen. Und Phantasie, um sich auszumalen, wie das alles in zehn Jahren aussehen wird.

 Feldahorn, die frühe Traubenkirsche, der Wildapfel, reichlich Kornelkirsche, Liguster, Hartriegel, Sauerdorn, Ein- und Zweigriffelige Weißdorn: Es ist eine bunte Mischung, die die Nabu-Mitglieder an diesem Tag pflanzen. Und dann gibt es nach dem Mittagessen diesen einen Moment nach all der Mühe, der allen ein Lächeln ins Gesicht zaubert: Dort, wo der zweite Schutzacker entstehen wird, macht der Weg einen Schwenker – und plötzlich geht das Pflanzen wie von selbst: reinstechen, aufbrechen, anpflanzen festtreten. Im null Komma nichts sind die letzten 100 von über 400 Sträuchern an den Platz ihrer Bestimmung gebracht.

 Schon gegen 14 Uhr ist die Aktion beendet, und Nabu-Chef Wittmann zieht vor allem mit Blick auf die Helferanzahl eine gute Bilanz: „17 Ehrenamtliche in der Spitze, das war schön.“

 Der Ortsverein also hat die Pflanzen gekauft und in die Erde gebracht, die nächsten Arbeiten werden Firmen übernehmen: Der Zaun muss gezogen werden, außerdem müssen oben an der großen Wiese noch einige Hecken zurückgeschnitten werden. Und dann können sie kommen, die Tiere, die hier auf den Wiesen das Gras mager und kurz halten werden. Vielleicht werden es wieder Galloway-Rinder. „Mit zwei Pferden ist es nicht getan“, sagt Wittmann, die würden das Areal allein von der schieren Größe nicht bewältigen können.

 Am Sonnabend, 14. November, werden die alljährlichen Geburtstagsbäume ab 11 Uhr in Rehren vor der Sparkasse ausgegeben. Gegenüber wird parallel eine Streuobstwiese angelegt. Wer noch Fragen hat, meldet sich bei Rolf und Gisela Wittmann, Telefon (05753) 1223.

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