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Einfluss bleibt, Pfarrer entlastet

Rinteln/Landkreis / Sozialausschuss Einfluss bleibt, Pfarrer entlastet

Bisher werden die kirchlichen Kindergärten im Kirchenkreis Grafschaft Schaumburg von den jeweiligen Kirchengemeinden verwaltet, Geld als Defizitausgleich schießt die Stadt Rinteln hinzu. Denn Profit ist mit einem Kindergarten nicht zu machen. Aber die Verwaltung kostet auch Zeit, die gerade Pastoren mit einer weitverzweigten Gemeinde kaum noch haben. Entlastung ist in Sicht.

Rinteln/Landkreis. Erster Stadtrat Jörg Schröder hat dem Ausschuss für Soziales, Jugend, Frauen und Integration jetzt von der geplanten Bildung des „Evangelisch-lutherischen Kindertagesstättenverbands Grafschaft Schaumburg“ berichtet, den die Landeskirche Hannover zum 1. Januar 2014 errichten will. Unter dieses Dach schlüpfen die Kitas der Kirchengemeinden Bad Nenndorf, Deckbergen, Obernkirchen sowie Rinteln St. Nikolai und Johannis. Der Verband soll eine Körperschaft öffentlichen Rechts sein und die Trägerschaft der Kitas übernehmen.

 Der Verband soll grundsätzliche und planerische Entscheidungen zu den Kitas treffen und diese umsetzen. Er soll die Kitas nach außen gegenüber Kommune, Landkreis, Kirchenkreis, Landeskirche und anderen Institutionen vertreten. Er übernimmt die Rechte und Pflichten aus den Betriebsführungsverträgen mit den Kommunen. Dazu sollen Überleitungsverträge abgeschlossen werden. Zudem fungiert der Verband als Arbeitgeber für die Mitarbeiter kirchlicher Kitas.

 „Die Stadt Rinteln hat keine Bedenken“, erklärte Schröder. Künftig haben wir einen Ansprechpartner statt drei.“ Der Kindergarten der Kirchengemeinde Steinbergen fällt nicht unter diese Regelung, da die Gemeinde zur Landeskirche Schaumburg-Lippe gehört. Also bleiben der Stadt zwei Ansprechpartner für die kirchlichen Kitas.

 Pastorin Astrid Bunselmeyer (St. Nikolai) erklärte, dass die Kirchengemeinden noch Einfluss auf ihre Kita behalten, denn die Gremien des Verbands müssten ja aus den Kirchengemeinden heraus besetzt werden. Pastoren und Vorstände würden aber entlastet. dil

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