Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Einstellung eines Integrationsbeauftragten beantragt

Rat entscheidet Einstellung eines Integrationsbeauftragten beantragt

Bei der Ratssitzung im September ist es bloß eine kurze Mitteilung des Rintelner Bürgermeisters gewesen. Er werde die Einstellung eines oder einer Integrationsbeauftragten beantragen. Am kommenden Donnerstag ist es so weit. Der Rat stimmt über den Antrag von Verwaltungschef Thomas Priemer ab.

Voriger Artikel
Priemer will gegen freies WLAN votieren
Nächster Artikel
Theater wird Gebrüdern Grimm nicht gerecht

Für Integration brauche es Professionalität, meint Bürgermeister Priemer. Dafür will er einen Integrationsbeauftragten einstellen.

Quelle: tol

Rinteln.  Ausschlaggebend für den Antrag Priemers war die Ankündigung des Landes Niedersachsen, die ehemalige Prince Rupert School als Notunterkunft für 600 Flüchtlinge zu nutzen. 250 Asylsuchende waren zu diesem Zeitpunkt bereits in den Gemeinschaftsunterkünften am Bahnhofsweg und am Kerschensteiner Weg sowie in Wohnungen untergebracht. Zahlen, die die Stadt vor eine außergewöhnliche Herausforderung stelle, die darin bestehe, die Menschen in die Kommune zu integrieren, wie Priemer in der Sachdarstellung seines Antrags schreibt.

 Der Bürgermeister sieht in der „Förderung der Integration“ und in den „Potenzialen der Zugewanderten“ eine „Chance für ,Vielfalt‘ in unserer Stadt“. Integrationsarbeit bedeute, in die Zukunft zu investieren. Dafür brauche es Professionalität. Um diese Professionalität sicherzustellen, sei die Einstellung eines Integrationsbeauftragten „unabdingbar“. Dieser soll die Bildungs- und Ausbildungssituation von Zugewanderten verbessern und die unterschiedlichen Aspekte der Flüchtlingslage begleiten. Dafür sollen eine Flüchtlingsverwaltung und entsprechende Netzwerke aufgebaut werden. Ferner soll er oder sie für alle Rintelner mit und ohne Migrationshintergrund als Ansprechpartner dienen. Die zahlreichen konkreten Zielstellungen und Aufgaben des Integrationsbeauftragten sind im Ratsinfosystem aufgeführt.

 Über die Einstellung eines Integrationsbeauftragten hinaus sollen zwei sogenannte Bufdis für die Flüchtlingshilfe eingesetzt werden, also Männer und Frauen, die für ein Taschengeld, Verpflegung und Unterkunft den Bundesfreiwilligendienst leisten.

 Der oder die Integrationsbeauftragte soll eine entsprechende Qualifikation als Sozialpädagoge vorweisen. Eine entsprechende Einstellung würde bei der Stadt mit jährlich 52000 Euro, zuzüglich 10000 Euro für Fahrt- und Sachkosten und Qualifizierungsmaßnahmen, zu Buche schlagen. Die Stelle soll zunächst auf zwei Jahre befristet sein. Zwei Bufdis würde die Verwaltung zusammengerechnet 12000 Euro kosten. Unterdessen hatte die Stadtratsfraktion der CDU im Oktober einen Antrag für die Einstellung eines Sozialassistenten für Flüchtlingsfragen gestellt. Aber nicht nur die Verwaltung lehnt diesen ab, da die Aufgaben eines Sozialassistenten im Wesentlichen in der Pädagogik, nicht in Integrationsarbeit lägen.

 Auch die CDU ist inzwischen von ihrem Antrag abgerückt. „Wir meinen dasselbe und wollen das nicht an Begrifflichkeiten festmachen“, sagte der Fraktionsvorsitzende Veit Rauch gestern dieser Zeitung gegenüber. Daher wolle die CDU am Donnerstag für den Beschlussvorschlag der Verwaltung stimmen. pk

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Unternehmen quer durch alle Branchen haben sich auch in diesem Jahr wieder an der Aktion der Lions Clubs beteiligt, deren Erlös auch der „Weihnachtshilfe“ der Schaumburger Nachrichten zugute kommt. Hier finden Sie ab dem 1. Dezember die täglich aktuellen Gewinnnummern. mehr

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr

Schaumburg