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Eintritt in eine neue Welt

In Rinteln werden am Wochenende 219 Jungen und Mädchen eingeschult Eintritt in eine neue Welt

Am kommenden Sonnabend ist es wieder so weit – in sechs Rintelner Grundschulen (GS) steigen die jährlichen Einschulungsfeiern. Insgesamt 219 sicherlich aufgeregte Schulanfänger, ihre Familien und ihre Schulen werden diesen besonderen Meilenstein im Leben in diesem Jahr miteinander erleben.

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Für 219 Kinder steht am Wochenende ein großes Ereignis an: Sie werden feierlich in den Grundschulen begrüßt.

Quelle: peb

Rinteln. Die Einschulung ist ein besonderes Ereignis, das für die künftigen Erstklässler mit spannenden Veränderungen und Herausforderungen verknüpft ist. Viele Kinder fiebern ihrem ersten Schultag geradezu entgegen. Der eigene Schulranzen, schöne Hefte und Bücher, all die kleinen Dinge, die mit dem Schulstart einhergehen, begeistern die kleinen Lernanfänger. An diesem Tag sind sie der Mittelpunkt der Familie. Für jedes Kind bedeutet der Schulbeginn den Eintritt in eine neue Welt. Schule ist anders als das Leben zu Hause – und sie ist anders als die Kindertagesstätte. Die Mädchen und Jungen begegnen neuen Regeln und Anforderungen.

 Die Zahl der Abc-Schützen ist im Vergleich zum vergangenen Jahr leicht angestiegen. 2014 wurden 207 Mädchen und Jungen eingeschult.

 In der GS Süd wird es 54 Mädchen und Jungen in drei Klassen geben, in Möllenbeck 15 Schulanfänger in einer Klasse. Für 50 Kinder beginnt der Schulalltag an der GS Nord. Auch dort werden drei erste Klassen gebildet. An der Grundschule in Exten werden 45 Schülerinnen und Schüler in zwei Klassen eingeschult, in Krankenhagen 14 Mädchen und Jungen in einer Klasse. Nachdem die Steinberger Schulanfänger nach dem Ausfall von Lehrkräften in die Grundschule in Deckbergen gehen müssen (wir berichteten), wird es dort zwei erste Klassen mit 41 Schülerinnen und Schülern geben.

 Insgesamt werden an den Rintelner Grundschulen im kommenden Schuljahr 812 Schüler unterrichtet – Tendenz steigend, weil wöchentlich immer wieder neue Flüchtlingskinder hinzukommen können. Zurzeit werden 17 von ihnen an den Rintelner Grundschulen in den diversen Klassenstufen unterrichtet – neun an der GS Nord, acht an der GS Süd.

 Denkbar wäre die Einrichtung von Sprachlernklassen für Flüchtlingskinder. Voraussetzungen dafür: Mindestens zehn Mädchen und Jungen müssen eine Klasse bilden, und Lehrer, die diese Klasse führen, müssen dafür abgestellt werden können.

 Der Besuch einer Sprachlernklasse dient dem Ziel, neu nach Deutschland zugewanderte Kinder und Jugendliche ohne oder mit geringen Deutsch-Kenntnissen auf den erfolgreichen Besuch einer Regelklasse sprachlich vorzubereiten. „Um Sprachlernklassen einzurichten, fehlt uns das Personal“, erläutert Manfred Asche, Rektor der GS Süd.

 „Ich halte es auch für sinnvoller, die Flüchtlingskinder gleich in die Regelklassen zu integrieren. Fächer wie Sport, Werken, Kunst oder Musik sind gut geeignet, die Kinder schnell in den normalen Unterricht einzubeziehen. Die deutsche Sprache kann durch Förderunterricht intensiv vermittelt werden. Dafür sind zusätzlich Stunden im Plan vorgesehen“, sagt Asche.

 Die Schülerzahl an der GS Süd beträgt im neuen Schuljahr 227, an der GS Nord 199, in Exten 162, in Krankenhagen 72, in Möllenbeck 71, in Deckbergen 148 und in Steinbergen 33.

 Einen Engpass in der Unterrichtsversorgung wird es in Exten geben. Dort fehlen nach Aussage von Rektorin Barbara Hoth 34 Lehrerstunden. „Eine Kollegin ist in den Ruhestand gegangen, und eine zweite Kollegin ist schon länger krank“, erläutert Hoth. „Die Landesschulbehörde hat es leider nicht geschafft, für Ersatz zu sorgen. Jetzt müssen wir sehen, wie wir klar kommen. Das wird nicht leicht. Engpässe sind programmiert.“ Ob in den nächsten Tagen noch für Abhilfe gesorgt werden könne, sei offen.

 Die meisten Schulstarter sind auch Verkehrsanfänger und können die Gefahren der Straße noch nicht richtig einschätzen. Sie sind deshalb besonders gefährdet. Bürgermeister Thomas Priemer appelliert daher an alle Auto- und Zweiradfahrer im Bereich von Schulen und Bushaltestellen, besondere Rücksicht auf die Schulkinder zu nehmen. In Zusammenarbeit mit der Deutschen Verkehrswacht wurde auch in diesem Jahr wieder eine Verkehrssicherheitsaktion gestartet. Unter anderem wurden im Bereich der Schulen Spannbänder aufgehängt, die die Kraftfahrzeugfahrer zur Aufmerksamkeit gegenüber den neuen Verkehrsteilnehmern ermahnen. Für Schüler, die an der GS Nord beschult werden, kann man sich im Internet über den Verlauf des optimalen und sicheren Schulweges informieren.

 Der Schulwegeplan der Grundschule Nord ist im Internet unter der Adresse http://www.rinteln.de/schulwegegis-schulwegeplaene-der-grundschulen-online/ abrufbar.  peb

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