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Engagementpreis für Irmtraut Exner

Rinteln Engagementpreis für Irmtraut Exner

Kein Blutspendetermin in Rinteln ohne Irmtraut Exner – und damit ist ihr Tatendrang noch längst nicht erschöpft. Die umtriebige stellvertretende Vorsitzende des DRK-Ortsvereins Rinteln wurde jetzt mit dem Deutschen Engagementpreis 2013 ausgezeichnet.

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Beim DRK-Frühstück im Kaufhaus Bruno Kleine erhielt sie jetzt die Ehrenurkunde und Einladung zu einem Empfang beim Bundespräsidenten in Berlin.

 DRK-Helferin Helga Haußels hatte der Jury geschrieben, und das zwölfköpfige Expertenteam war von der langen Liste der Verdienste Exners offenbar beeindruckt. Sie gehört nun zu den fünf Gewinnern, die nach Berlin eingeladen werden.

 Haußels, die einst erste von Exner ausgesuchte Blutspende-Helferin war, hatte über ihre Chefin geschrieben: Exner sei 73 Jahre alt und seit neun Jahren stellvertretende Ortsvereinsvorsitzende. Der Ortsverein selbst bestehe seit 134 Jahren.

 Exner hat demnach bei den Blutspendeaktionen die Präsentkörbe für Jubilare eingeführt. Sie warb zahlreiche neue Helfer an, heute melden sich viele selbst, um „in der tollen Truppe mitzumachen“. Gearbeitet wird in zwei Schichten, damit kein Stress aufkommt, sondern der ehrenamtliche Einsatz auch Spaß macht. Pro Blutspende werden 32 bis 35 Helfer gebraucht, der Mitarbeiterpool umfasst inzwischen 55. Allein 2012 habe Exner elf Blutspendetermine organisiert. Beim monatlichen DRK-Frühstück, Ausflügen und Aktionen wird der Teamgeist noch gefestigt.

 Als Pressewartin trommelt Exner unermüdlich für ihre Aktionen, und die Resonanz bleibt nicht aus. Außerdem organisiert sie Hilfstransporte nach Bulgarien – für die Aktion „Kinder in Not“. „Sie rennt sich die Hacken ab bei den Rintelner Geschäftsleuten und der Gastronomie, hat alle als Sponsoren gewonnen für Gutscheine, die Blutspendeaktionen und die Päckchenaktion für Bulgarien“, teilte Haußels mit. „80 Pakete haben Exners zusammengeholt, in ihrer Sommerlaube und im Geräteraum gelagert. Sie hat einen tollen Mann, der sie in allem unterstützt. Und wir lieben ihn.“

 Exner schreibt Trauer-, Geburtstags- und Genesungswunschkarten an ihr Helferteam. Sie ruft an, wenn jemand aus der Truppe krank ist, besucht diese zu Hause oder auch mal in der Reha-Klinik. Sie gratuliert Jubilaren zum Geburtstag persönlich und vertritt bei vielen Anlässen den Vorsitzenden des DRK-Ortsvereins.

 Vor ihrer DRK-Zeit hat Exner zehn Jahre Ferienkinder aus der Tschernobyl-Region jeweils für vier Wochen bei sich aufgenommen. Ostern und Weihnachten schickte sie jeweils zehn Pakete an die Familien dieser Gäste. Exner sei noch mal für drei Jahre einstimmig in ihr Amt gewählt worden, erklärt Haußels: „Ohne sie und ihren tollen Mann liefe in unserem Ortsverein vieles nicht so, und wir wollen hoffen, dass sie gesund bleibt.“

 Exner selbst war von der Ehrung überrascht und gerührt, will ihren Einsatz nun ungebremst fortsetzen. dil

 Helga Haußels (l.) überreicht die Ehrenurkunde des Deutschen Engagementpreises an Irmtraut Exner. pr

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