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Englische Schule als Notunterkunft

Auf der Suche nach Wohnraum für Flüchtlinge in Rinteln Englische Schule als Notunterkunft

Auch die Prince Rupert School, die ehemalige britische Schule in der Rintelner Nordstadt, wird Notunterkunft für Flüchtlinge werden. Wie Bürgermeister Thomas Priemer gestern bestätigte, haben sich am Dienstagnachmittag Vertreter des Innenministeriums und der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) die Prince Rupert School angeschaut.

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Rinteln. Für Klaus Heimann, Erster Kreisrat und Pressesprecher beim Landkreis, ist das keine Überraschung: Das Land Niedersachen stehe unter gewaltigem Druck, „zurzeit kommen jeden Tag 800 bis 1000 Flüchtlinge“. Das Innenministerium sei inzwischen landesweit auf der Suche nach geeigneten Immobilien.

 In Rinteln will man für den Fall gewappnet sein, wenn – wie in Bückeburg – vielleicht sogar an einem Wochenende 100 oder mehr Flüchtlinge in Bussen anrollen. Deshalb habe man, erläuterte Priemer so etwas wie eine „Task Force“ gebildet: „Wir wollen uns nicht überraschen lassen.“

 Zunächst sei das dann mögliche Szenario in einer Dezernentenrunde erörtert worden, dann habe man im Laufe der Woche weitere Organisationen hinzugezogen wie Polizei, Feuerwehr, THW, das Rote Kreuz, außerdem die Stadtwerke und den Abwasserbetrieb. Dabei sind auch das Familienzentrum und der Sozialarbeiter.

 Federführend ist hier außer Priemer auch Ordnungsamtsleiter Ulrich Kipp. Wie zu hören war, gibt es eine Telefonkette und eine Logistik. Jeder wisse, was er zu tun hat, „wir stehen dann nicht ratlos da“, betonte Priemer. Er machte allerdings auch deutlich, die Stadt könne zwar eine Organisation auf die Beine stellen, um die Flüchtlinge in Empfang zu nehmen, und eine Erstversorgung sichern, aber langfristig „kein Flüchtlingsheim betreiben.“

 Die Stadt hat außerdem eine Koordinierungsstelle mit einer Hotline, Telefon (05751) 403303, eingerichtet, bei der Vermieter freie Wohnungen melden können, wenn sie diese für Flüchtlinge zur Verfügung stellen wollen. Am Telefon können auch erste Einzelheiten und Besichtigungstermine besprochen werden. Die Miete wird vom Landkreis Schaumburg übernommen.

 Seit klar ist, dass der Landkreis bis Ende Januar 1200 weitere Flüchtlinge aufnehmen muss, (wir berichteten), sind bei der Beschaffung von Wohnraum auch die Kommunen in der Pflicht. Man setze dabei vor allem auf die Ortskenntnis, erläuterte Heimann.

 Außerdem hat sich unter Regie der Arbeiterwohlfahrt inzwischen ein Arbeitskreis mit zurzeit 34 ehrenamtlichen Helfern gebildet, die in Teams unterschiedliche Aufgaben wahrnehmen, teilte gestern Dietrich von Blomberg mit, der sich auch selbst engagieren will.

 Die Prince Rupert School, über deren Belegung nicht der Landkreis, sondern allein das Land entscheidet, wird als Notaufnahme genutzt werden, damit die Flüchtlinge ein Dach über den Kopf haben, versorgt und registriert werden können. Wie viele Menschen dort untergebracht werden können, steht noch nicht fest. Offen ist auch, ob die dann dort untergebrachten Flüchtlinge auf die Quote angerechnet werden. Wie es langfristig weiter geht, diesbezüglich wollen sich weder Priemer noch Heimann festlegen: „Wir wissen es nicht.“ Auch die Mehrzweckhalle in der Bückeburger Kaserne war als Notunterkunft für 48 Stunden gedacht. Die Flüchtlinge sind immer noch da. wm

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