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Ernestinum profitiert von IGS

Planungen des Neubaus in Rinteln Ernestinum profitiert von IGS

Die Integrierte Gesamtschule (IGS) zieht vom Kollegienplatz an die Burgfeldsweide. Noch befinden sich die Planungen für die neue Schule in einem frühen Stadium. Eine Ausschreibung des Architektenwettbewerbs fand noch nicht statt, erklärte Kreisrätin Katharina Augath beim „Liberalen Bürgerdialog“ vergangene Woche.

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Aula und Mensa des Ernestinums sollen vom IGS-Neubau profitieren.

Quelle: jak

RINTELN. Ein Hauch von Großer Koalition wehte durch die Weserstadt, als in unzähligen Sitzungen hinter verschlossenen Türen „die größte Einzelinvestition des Landkreises nach Rinteln geholt wurde“. Bis zum Ende des Jahres soll der Architektenwettbewerb ausgeschrieben werden. Über Form und viele Details der neuen Schule lässt sich also noch wenig sagen. Was wissen wir bisher?

Errichtet werden soll der Neubau auf der landkreiseigenen Fläche des Gymnasiums an der Burgfeldsweide. Wo genau, das steht laut Augath noch nicht fest. Zu genaue Vorgaben wolle man den Architekten dabei auch nicht machen. Möglich sind also mehrere Positionen. Ausgeschlossen ist nicht, dass ein Teil eines Sportplatzes oder die neu errichtete Skaterbahn überbaut wird.

Warum wird für IGS-Geld das Ernestinum saniert?

Insgesamt 17,9 Millionen Euro sind für den Neubau der IGS vorgesehen. Zumindest beinahe, denn ein Teil davon soll nicht direkt in die neue IGS, sondern in das Gymnasium Ernestinum fließen. Laut Augath ist das nötig, da die IGS Teile des Ernestinums mitnutzt. In erster Linie betrifft das Mensa sowie Aula. Erstere muss für die zunehmende Schülerzahl vergrößert werden. Dafür werden ein bis zwei danebenliegende Räume mit der Mensa vereinigt.

Die Aula dagegen soll nicht im täglichen Betrieb von der IGS genutzt werden. Sie ist nur bei Feierlichkeiten, Theaterstücken und ähnlichen Veranstaltungen, bei denen bisher der Brückentorsaal genutzt wurde, vorgesehen.

Dennoch könnte eine nicht unwesentliche Summe für die Arbeiten im Ernestinum notwendig werden. Die Aula soll unter anderem einen modernen Schallschutz bekommen. Auch eine besser nutzbare Bühne sei angedacht. „Nicht betroffen von den Bauarbeiten aus IGS-Mitteln ist die Sanierung des Daches“, bestätigt Augath, diese müsse aus Unterhaltungsmitteln bezahlt werden.

Wegen der Vergrößerung der Mensa im Gebäude des Ernestinums werden ein bis zwei Räume benötigt. Diese stehen dem Gymnasium dann nicht mehr zur Verfügung.

Weniger Fachräume - aber alles notwendige bleibt

Zudem wird ein naturwissenschaftlicher Unterrichtsraum für bis zu fünf Jahre von der IGS genutzt werden. Dieser werde vom Ernestinum rechnerisch nicht benötigt, erklärt Augath. Mittelfristig werde die IGS aufgrund zurückgehender Schülerzahlen ihre Fünfzügigkeit verlieren. Eine vierzügige Schule benötige dann auch weniger Fachräume.

Augath betont, dass die Integrierte Gesamtschule dennoch als Lernanstalt eigenständig funktionieren werde. „Alle Fachräume – Biologie, Physik, Chemie – sind im Neubau enthalten.“ Es gehe lediglich darum, einen Raum zusätzlich dazu nutzen zu können, da die Schülerzahl der IGS erst in einigen Jahren falle. „Und wir bauen ja keinen Raum für eine sechsstellige Summe, der nach fünf Jahren leer steht.“

Auf die Frage, ob sich die prognostizierten Schülerzahlen nicht doch anders darstellen könnten, erwidert sie: „Das sind ja Kinder, die schlichtweg noch nicht geboren sind.“ Selbst wenn Rinteln künftig zum Lieblingsziel von Einwanderern würde, einen zusätzlichen Fachraum werde man angesichts der demografischen Entwicklung auf Sicht einfach nicht mehr benötigen. 

Hallensport künftig nur mit Bus

Da die kreiseigene Sporthalle wahrscheinlich nicht genug Kapazitäten für alle Schüler hat, muss ein Teil der IGS-Schüler höchstwahrscheinlich mit dem Bus zur Sporthalle der ehemaligen Hauptschule gekarrt werden. „Zum Laufen ist das zu weit“, sagt Augath. Bezahlt werde das vom Landkreis, der für die Schülerbeförderung zuständig ist. Neu sei das Modell auch nicht, beim Schwimmunterricht sei es schon lange Usus. jak

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