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Erst getrunken – dann Rad demoliert

Gericht Erst getrunken – dann Rad demoliert

„Das ist total bescheuert, dämlich“, hat Oberstaatsanwalt Klaus Jochen Schmidt die Tat und das Motiv eines 24-jährigen Rintelners kommentiert.

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Rinteln (maf). Der Arbeitslose hatte seinen Frust darüber, dass sein eigenes Fahrrad kurz zuvor gestohlen worden war, am Rad seiner unbeteiligten Nachbarin ausgelassen und dieses demoliert. Dafür muss er jetzt eine Geldstrafe von 300 Euro berappen.

 Ein weiterer Angeklagter, der bei dieser Sachbeschädigung mitgemacht hatte, wurde nach Jugendstrafrecht verurteilt: Der 21-Jährige muss demnächst 40 Stunden gemeinnützig arbeiten. Dagegen sprach Richter Christian Rost einen dritten Angeklagten (20) frei: Ihm konnte nicht ganz sicher nachgewiesen werden, dass er auch auf dem Fahrrad herumgetreten hatte.

 Anfang Januar trafen sich die drei jungen Männer in der Wohnung des 24-Jährigen und tranken Alkohol. Weit nach Mitternacht gingen sie nach unten und begaben sich zum Fahrradständer, an dem auch das Rad der Nachbarin festgemacht war. „Dumm gelaufen“, sagte der Arbeitslose dann zum weiteren Verlauf. Eigenen Angaben zufolge war er über Silvester bei seiner Freundin gewesen und musste bei seiner Rückkehr feststellen, dass sein Fahrrad verschwunden war. Immer noch sauer über den Diebstahl rächte er sich an dem Drahtesel der Nachbarin und trampelte mit seinem Freund darauf herum. Währenddessen stand der dritte Kumpel (20) nach Einlassung aller Angeklagten nur daneben.

 Eine Zeugin schilderte hingegen einen etwas anderen Tatablauf. Demnach hatte der Arbeitslose telefoniert und die beiden jüngeren Angeklagten auf das Fahrrad eingetreten. Am nächsten Morgen entdeckte die Geschädigte ihr umgekipptes Rad, an dem Rücklichter, Bremsen, Ständer und Lenker demoliert waren.

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