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Erste Flüchtlinge schon zu Weihnachten?

Rinteln / Umbau der ehemaligen Pestalozzischule Erste Flüchtlinge schon zu Weihnachten?

Möglichst bald will der Landkreis Schaumburg in der ehemaligen Pestalozzischule am Kerschensteinerweg in Rinteln Flüchtlinge unterbringen. Die Umbaumaßnahmen im Haupttrakt haben vor zwei Wochen begonnen, obwohl die Baugenehmigung noch gar nicht erteilt ist. „Wir haben sie aber in Aussicht gestellt, das reicht in diesem Fall“, erklärt Rintelns Baudezernentin Elena Kuhls.

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Auf den Fluren und von außen erkennt man an der ehemaligen Pestalozzischule nichts von der künftigen Nutzung. Drinnen sind Klassenräume in Doppel- und Einzelzimmer aufgeteilt worden. Die Nähte zwischen den Rigipsplatten werden noch zugespachtelt, und dafür wird hier gerade das Material gemischt. 

Quelle: dil

Rinteln. Kreisbaudezernent Fritz Klebe sagt, was genau gemacht wird: „Aus Klassenräumen werden Zimmer und eine zentrale Küche. Die Kapazität wird maximal 48 Betten betragen. Wir bauen voraussichtlich bis Mitte Dezember. Und unser Sozialamt möchte möglichst noch in diesem Jahr mit der Belegung beginnen. Der Landkreis lebt bei der Unterbringung von Flüchtlingen derzeit von der Hand in den Mund.“ Bevor belegt wird, muss allerdings die Baugenehmigung vorliegen und müssen alle Brandschutzauflagen erfüllt sein.

 Drinnen sind die Trennwände in den Klassenräumen schon gezogen, jetzt werden noch die Nähte zwischen den Rigipsplatten zugespachtelt. Im Keller wird ein Ausgang zugemauert, ebenso einer zum Westtrakt.

 Ob auch Flüchtlinge in den leer stehenden ehemaligen britischen Wohnungen in der Nordstadt untergebracht werden, hängt davon ab, wie günstig und wann die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) diese Wohnungen an den Markt bringt. Rinteln wäre nach der Nutzung der Pestalozzischule ohnehin nicht gleich wieder mit der Aufnahme dran, da müssten erst andere Kommunen im Landkreis ihre Quote verbessern. Aber man weiß nicht, wie lange der Flüchtlingsstrom noch anhält. Und: Die Wohnhäuser waren immerhin nach dem Auszug der Briten noch renoviert worden.

 Am 27. November wird es in Rinteln ohnehin ein Treffen der Lenkungsgruppe für die Nachnutzung der von den Briten genutzten Immobilien geben. Mit dabei sind die Stadt Rinteln, die Bima, der Landesbeauftragte für Konversion (Umwandlung von Militärliegenschaften) sowie das Amt für Regionalentwicklung, zuständig für die Region Leine-Weser. Mit am Tisch sind auch Vertreter der Rintelner Stadtratsfraktionen. Bei der anschließenden Ratssitzung steht dieses Thema aber noch nicht an.

 Bei dem Treffen geht es auch um die Zukunft des Geländes der ehemaligen Prince Rupert School samt Internat und Lehrerwohnungen. „Per Ratsbeschluss haben wir die Grundrichtung Wohnnutzung vorgegeben, aber das ist noch nicht rechtsverbindlich, dort gibt es keinen Bebauungsplan“, sagt Kuhls. In Gesprächen mit der Bima soll darauf hingewirkt werden, dass diese nicht an Interessenten mit ganz anderen Nutzungsvorstellungen verkauft und sich an die Sanierung eventueller Altlasten beteiligt.

 Es ist die erste formale Sitzung dieses Gremiums. Vor einigen Wochen hatte es schon eine Besichtigung des Schulgeländes gegeben.

 Auf den Fluren und von außen erkennt man an der ehemaligen Pestalozzischule nichts von der künftigen Nutzung. Drinnen sind Klassenräume in Doppel- und Einzelzimmer aufgeteilt worden. Die Nähte zwischen den Rigipsplatten werden noch zugespachtelt, und dafür wird hier gerade das Material gemischt. dil

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