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Es kann nur einen geben

SPD-Landtagskandidaten Es kann nur einen geben

Bernd Wübker hatte den richtigen Riecher, als er für die Vorstellung der drei SPD-Landtagskandidaten Dirk Adomat, Wilfried Binder und Fabian Zörkendörfer den kleinsten Saal im Hotel „Stadt Kassel“ ausgewählt hatte.

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Die Delegierten haben drei Kandidaten zur Auswahl.

Quelle: la

RINTELN. Denn die Resonanz war übersichtlich. Nicht zuletzt, weil sich kein Rintelner in der Kandidatenrunde fand, nicht einmal ein Schaumburger. Zumindest nicht im Wahlkreis 38 Rinteln-Hameln.

Alle drei kommen aus dem Nachbarkreis Hameln-Pyrmont. Und alle bemühten sich redlich, ihre Verbindungen zur Weserstadt aufzuzeigen, vom Tourismus bis zur Wirtschaftspolitik, doch nicht immer klang das überzeugend.

Das Interesse am Smalltalk mit potenziellen Mandatsträgern im Landtag dürfte auch gedämpft haben, dass die Genossen des Stadtverbandes an diesem Abend in dieser Sache nichts zu entscheiden hatten. Wer letztlich als Landtagskandidat der SPD für den Wahlkreis 38 gekürt wird, darüber befinden die Delegierten am Freitag, 24. März, in Fischbeck im Schaumburger Hof.

Kandidaten kennen die Regeln

So wurde es eine gemütliche Plauderrunde, bei der Wübker die persönliche Vorstellung der Kandidaten auf zehn Minuten begrenzte.

Alle drei Kandidaten sind bereits in der Kommunalpolitik tätig und kennen sich aus mit den parlamentarischen Spielregeln.

Vor allem Adomat und Binder haben ihr eigenes Netzwerk in der Partei aufgebaut: Adomat als Fraktionsvorsitzender und auf allen Parteiebenen vom Ortsverein bis Unterbezirk, Binder als Ratsherr. Dass alle drei für das stehen, was SPD-Landespolitik ausmacht, versteht sich von selbst. Ebenso, dass sie das aus der Perspektive des ländlichen Raumes interpretieren: Das heißt, sie sind für die Sicherung ärztlicher Versorgung, für bessere Mobilität, schnelle Anbindung ans Internet, Ausbau der Infrastruktur. Alle Kandidaten fordern, Kommunen und Eltern von Kita-Kosten zu entlasten.

Eine Schaumburger Identität gibt es nicht

Was bleibt an Unterschieden? Adomat, beruflich Leiter der zentralen Vollstreckungsbehörde, ist der Fachmann fürs Kommunale. Binder kann auf Managementqualitäten verweisen – auch in Krisensituationen. Was er in der Bundeswehr bei Einsätzen im Kosovo und Afghanistan und zuletzt als organisatorischer Leiter der Flüchtlingserstaufnahme in Hameln bewiesen hat. Zörkendörfer ist schon von Berufs wegen als Oberstudienrat und Mitglied im Schulentwicklungsteam Experte für Schulpolitik. Die war dann auch sein Thema.

Die Landtagswahl hat eine Besonderheit, denn eine Schaumburger Identität gibt es nicht. Der Landkreis ist in drei Wahlkreise gesplittet: in den Kreis 38 (Rinteln-Hessisch Oldendorf-Hameln), in den Wahlkreis 37 (Schaumburg) – hier ist Karsten Becker amtierender Landtagsabgeordneter – und in den Wahlkreis 39 (Nienburg-Schaumburg mit den Samtgemeinden Lindhorst, Niedernwöhren und Sachsenhagen). Dort kandiert der amtierende Landtagsabgeordnete Grant Hendrik Tonne. Entscheidung am 27. März in Stolzenau. wm

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