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„Es war einmal ein Künstler“

Ausstellung des Vereins „Mensch“ „Es war einmal ein Künstler“

„Das Schaukelpferd“ auf der Oberfläche eines Planeten, mit Blick auf zwei andere, die im All vorüberziehen – ein Bild mit einer Botschaft. Abtreibung verhindert, dass Kinder dieses Schaukelpferd reiten, es bleibt nichts als Leere ohne Leben.

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 Künstler und Werke in der Sparkasse: Christina Albrecht (von links), Anastasia Grinko, Antonia Li, das Bild ihres Ex-Manns „Am Abend unseres Lebens“, daneben Dirk Ackmann (Sparkasse) sowie Alöna und Valentina Leis.

Quelle: dil

Rinteln. Die Bilder des russischen Künstlers Artur Ovanesov in der Kundenhalle der Sparkasse in Rinteln drücken meist Ohnmacht und Perspektivlosigkeit aus, Endzeitstimmungen mit zeitloser Ästhetik.

 In der Sparkasse präsentiert der Verein „Mensch“ aus Rinteln bis zum 6. März Bilder des Ex-Mannes der Vorsitzenden Antonia Li, aber auch von ihr selbst. Ovanesovs Bildtitel stammen eher aus dem Teich der Einsamkeit als der guten Laune. „Am Abend unseres Lebens“ zeigt einen Vater und seinen Sohn, die sich nichts zu sagen haben, und dazwischen eine Kutsche, die niemand benutzt. „Der letzte Wache“ präsentiert einen alten Löwen auf hellem Sand unter dem nächtlichen Sternenhimmel. Er wird angesichts der lebenslosen Öde wohl bald verhungern. „Blauer Abendblues“ zeigt ein Straßenkind am Boden mit einem kleinen Radio, die blauen Füße eines Erwachsenen hasten teilnahmslos vorbei. Es sind leise Anklagen gegen Herz- und Perspektivlosigkeit in der heutigen Welt, gemalt in Russland.

 Wirkt bei Ovanesov die Maltechnik professionell, so verbreiten die anderen Bilder eher gute Laune. Modedesign-Studentin Alöna Leis aus Bielefeld zeigt erstmals vier ihrer Bilder, die in Zusammenhang mit Mode stehen. Kinder aus der Malschule ihrer Mutter Valentina Leis haben bunte Früchte als Motiv.

 Antonia Li hat mit diversen Techniken Motive wie eine brennende Kerze, Blumen, ein riesiges rotes Auge, aber auch Porträts gemalt. Ihre Tochter Tatevik Oganessian ist mit dem Bild „Sternzähler“ dabei, der Sohn malte „Saison der Schmetterlinge“. Dies ist auch ein Bild mit Symbolik: Deutsche und russische Fahnen vereinen sich in Schmetterlingskörpern. „Die Bilder stehen teilweise zum Verkauf“, sagt Li. „Mit dem Erlös will ich die Not in der Ukraine lindern.“ dil

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