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Es wird kräftig gebaggert

Weser Es wird kräftig gebaggert

Neben der Exter-Mündung wird für die Anlage einer Sekundäraue an der Weser tonnenweise Boden abgebaggert. Zehn Traktorgespanne eines Subunternehmers der beauftragten Firma Karl Siemen aus Bad Münder rattern mit dem Aushub zur Bodendeponie am Kiesabbau Reese in Möllenbeck.

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 Auf der Brücke in Exten wird es eng: Große Traktorgespanne rattern mit Bodenaushub von der Weser zur Deponie in Möllenbeck.

Quelle: tol

Rinteln/Möllenbeck (dil). „Das ist ja richtig gefährlich“, schimpfte gestern eine Leserin am Telefon über die Gefährte mit riesigen Reifen, die gerade in Exten durch enge Straßen wie Im Gallenort zur Behrenstraße und dann ins Industriegebiet Süd donnern. „Ich konnte gerade noch beiseite springen.“

 Vergangenen Freitag ging es los, vier Wochen wird es noch dauern. Rund 300000 Euro investiert der Landkreis in diese ökologische Entwicklungsmaßnahme, das Land Niedersachsen zahlt 90 Prozent Zuschuss.

 Früher wurden gewässernahe Auen verfüllt, man wollte ein festes Ufer. Jetzt also retour in Richtung Ökologie, weil es an der Weser zu wenig Auen gibt. Erst durften die Archäologen ran, fanden in etwa 15 abgeschobenen Gruben aber nichts. Jetzt wird richtig gebaggert und der Boden abgefahren.

 Ziel der Maßnahme ist laut Matthias Dornbusch vom Landkreis die Wiederherstellung von auentypischen Lebensräumen für Tier- und Pflanzengemeinschaften. Durch Abgrabungen bis maximal 3,30 Meter unter Gelände werden Flach- und Wasserwechselzonen sowie temporäre und permanente Gewässer geschaffen, in beziehungsweise auf denen sich Röhricht- und Riedflächen sowie auentypische Weichholzzonen entwickeln sollen. Weite Teile der umgestalteten Flächen bleiben sich selbst überlassen, nur in Randbereichen gibt es weiter Weidenutzung.“

 Die erforderlichen Flächen befinden sich größtenteils im Besitz des Landkreises Schaumburg. Weitere Flächen stellte die Stadt Rinteln zur Verfügung. Die Einmündung der Exter wird nicht abgetastet, also kein Exter-Delta angelegt, wie früher mal geplant. Die Bauzeit beträgt rund sechs Wochen.

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