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Ex-Frau mit dem Tod gedroht

Gerichtsprozess Ex-Frau mit dem Tod gedroht

Nach einer spannungsgeladenen und letztlich gescheiterten Beziehung musste sich jetzt ein Rintelner (32) für eine Reihe von Übergriffen auf seine Ex-Frau vor dem Amtsgericht verantworten. Dabei ging es immer wieder um Verstöße gegen das Gewaltschutzgesetz, aber auch um Bedrohung, Nötigung und wiederholte Beleidigungen per SMS.

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Quelle: Symbolfoto

Rinteln. Im Sommer 2015 war die Ehe geschieden worden. Das Paar hat ein gemeinsames Kind, das bei der Mutter lebt. Der Mann sieht es regelmäßig, er kümmere sich gut um den Sohn, versicherte die Mutter.

Das Beziehungsende konnte der 32-Jährige offenbar nicht verkraften, wollte auch ständig wissen, wo sich sein Kleiner aufhält und wie es ihm geht. Teilweise habe sie 50, 60 SMS pro Tag bekommen, mit immer denselben Inhalten, schilderte die Ex-Frau weiter.

Mann missachtete Anordnung

Bereits vor der Scheidung traf das Familiengericht im April 2015 eine für sechs Monate geltende einstweilige Anordnung. Nach diesem Beschluss war es dem Angeklagten untersagt, sich seiner Partnerin zu nähern. Trotzdem tauchte der Mann im Sommer im Kindergarten auf, wo gerade Mutter und Sohn waren.

Sechs Wochen später saß er beim Einschulungsgottesdienst des Kindes neben seiner Ex-Frau. Der Rintelner soll die ganze Zeit gestichelt und ihr gedroht haben, er werde sie ans Kreuz nageln.

Zwei Wochen später erhielt die Frau gemäß der Anklage eine SMS mit dem Inhalt: „Verlass die Stadt, geh, du Hure, bevor der Tod aus meinen Händen kommt.“ Es folgte eine weitere SMS, in der sie als Nutte beschimpft wurde.

Neue Vorfälle vor wenigen Tagen

Im Herbst 2015 wurde die einstweilige Anordnung nicht verlängert, offenbar lief es danach auch ganz gut. Bis es vor wenigen Tagen zu neuen Vorfällen gekommen sein soll. „Es ist sehr, sehr anstrengend. Es geht an die Nerven“, äußerte sich die Ex-Frau zur Gesamtsituation.

In der mehr als zweistündigen Verhandlung wirkte der Angeklagte sehr nervös und fahrig. Erst als der Erste Staatsanwalt André Lüth ihn zu seinem Alkohol- und Drogenkonsum befragte, beruhigte sich der Rintelner. Er sprach von zehn Flaschen Bier am Tag und Marihuanakonsum seit frühester Jugend. Im Tatzeitraum habe er zusätzlich Speed genommen.

Lüth beantragte die Begutachtung des Angeklagten durch einen medizinischen Sachverständigen. Dieser soll sich zur Frage der Schuldfähigkeit des Rintelners äußern. Möglicherweise geht es dann auch um die Unterbringung in einer Entziehungsanstalt oder einem psychiatrischen Krankenhaus. Richter Christian Rost folgte dem Antrag. maf

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