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Falschparker im Visier

Kontrolle an Abfuhrtagen Falschparker im Visier

Als am Mittwoch vor einer Woche an der Bäckerstraße in Rinteln die Gelben Säcke liegen geblieben sind, weil die Müllabfuhr sie wegen eines Falschparkers nicht einsammeln konnte, regten sich etliche unserer Leser auf und forderten zum Beispiel das Abschleppen solcher Fahrzeuge. Eine ideale Lösung ist dies jedoch nicht.

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Quelle: dpa

Rinteln. Auf Anfrage teilt Susanne Rintelen, Sprecherin der Abfallwirtschaftsbetriebe Schaumburg (AWS), mit, dass die AWS das Abschleppen von falsch parkenden Autos nicht veranlassen kann. „Da wird der Auftraggeber zur Kasse gebeten, und das können wir uns nicht leisten“, sagt sie. Anders klingt das schon bei Andreas Buchmeier vom Rintelner Ordnungsamt.

„Das ist grundsätzlich möglich und wird von uns auch ins Auge gefasst“, sagt er. Aber in der Regel ist das Prozedere ein anderes. Wird dem Ordnungsamt ein falsch parkendes Auto gemeldet, ermitteln Mitarbeiter zunächst den Fahrzeughalter. Dann wird versucht, den Falschparker etwa in den nahe gelegenen Geschäften ausfindig zu machen. Gelingt dies nicht, wird entweder ein Abschleppunternehmen gerufen oder eine schriftliche Verwarnung mit Bußgeld ausgeschrieben. Dies sei etwa davon abhängig, ob sich das Auto im absoluten Halteverbot befindet oder nicht.

Verwarnung kassiert

In diesem Fall hatte der Autofahrer sein Fahrzeug jenseits der markierten Parkflächen abgestellt. Der Falschparker kam mit einer Verwarnung davon. Wäre sein Auto abgeschleppt worden, hätte er die dadurch entstandenen Kosten zusätzlich tragen müssen. Der Müll blieb aber trotzdem liegen.

Denn als der Mitarbeiter des Ordnungsamtes vor Ort eintraf, war das im Auftrag der AWS arbeitende Müllabfuhrunternehmen Veolia schon wieder weg, um seine Tour fortzusetzen. Sprich: Selbst wenn das Auto abgeschleppt worden wäre, wäre der Müll trotzdem liegen geblieben.

Infolgedessen holte der städtische Bauhof am Folgetag den Müll ab und lagerte ihn vorübergehend ein, bevor die Firma Veolia die Gelben Säcke schlussendlich dort abholte. „Wir werden die Sache auf jeden Fall im Auge behalten und an den Abfuhrtagen verstärkt Mitarbeiter zur Kontrolle in die entsprechenden Straßen schicken“, kündigt Buchmeier an. pk

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