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Familienbüro erhalten – aber mit weniger Geld

Rinteln / Verwaltung Familienbüro erhalten – aber mit weniger Geld

2008 hat die Stadt Rinteln die Einrichtung eines Familienbüros beschlossen und eröffnet. Bis zum 31. Oktober dieses Jahres fördert das Land Niedersachsen dieses Projekt mit jährlich rund 25.000 Euro aus dem Programm „Familie mit Zukunft“ und nach der „Richtlinie familienfreundliche Infrastrukturen und Kinderbetreuung mit 50 Prozent der gesamten Personal- und Sachkosten.

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Familienbüro erhalten – aber mit weniger Geld.

Rinteln (dil). Demnächst wird der Geldhahn aber zugedreht, nur eine Pauschale von 3900 Euro soll aus der Landeskasse fließen. Eine neue Lösung muss her.
Die SPD-Ratsfraktion hatte bereits Ende Januar die Zusammenführung des Familienbüros und des Jugendzentrums zu einer gemeinsamen Einrichtung im Gebäude der „Kulisse“ an der Ostertorstraße beantragt. Die Verwaltung hatte dazu Beschlussvorschläge erarbeitet.

Doch der Ausschuss für Soziales, Jugend, Frauen und Ausländer mochte dem jetzt nicht so einfach folgen. Er beschloss, dass die Fortsetzung der anerkannt guten und erfolgreichen Arbeit des Familienbüros gesichert werden sollte. Aber wie, wo und unter welchem Namen, darüber will er ein Konzept haben, und zwar bis zur zusätzlichen Sitzung im August, wenn er vielleicht letztmals vor der Kommunalwahl noch in der jetzigen Besetzung tagt.

Der Verwaltungsvorschlag: In der „Kulisse“ soll ein Familienzentrum entstehen. Dafür würden dorthin aus dem Rathaus Sylvia Ferrara mit Zuständigkeit für die Kindertagesstättenangelegenheiten, Sprachförderung und Jugendarbeit wechseln. Das würde helfen, eine dauerhafte Erreichbarkeit des Familienzentrums zu sichern. Die beiden Mitarbeiterinnen der „Kulisse“ kommen hinzu. Albrecht Schäffer mit dem Familienpatenprojekt behält aber sein Büro beim Kinderschutzbund, wo er auch mit 39 Wochenstunden angestellt ist. Die 15 Wochenstunden, die Claudia Frevert-Fricke vom Kinderschutzbund bezahlt bekommt,. würde die Stadt übernehmen – mit unbefristeter Einstellung.

Maren Fennert soll die organisatorische Leitung des Familienzentrums übernehmen – mit entsprechend höherer Stellenbewertung. Mit einem Viertel ihrer Stelle bliebe sie Gleichstellungsbeauftragte. Die Höherbewertung der drei Viertel ihrer Stelle im Familienbüro soll finanziell kompensiert werden durch das derzeit ruhende Arbeitsverhältnis des früheren Stadtjugendpflegers. Damit Fennert neben der Leitung auch noch ihre Beratungstätigkeit gewährleisten kann, soll die dem Familienzentrum zuzuordnende Verwaltungskraft für Entlastung bei Verwaltungstätigkeiten der beiden Beraterinnen sorgen.

Das Familienzentrum würde laut Erstem Stadtrat Jörg Schröder in leere Räume im ersten Obergeschoss der „Kulisse“ ziehen (zwischen „Kulissen“-Büros und Veranstaltungsetage). 25.000 Euro Investitionsbedarf würden außerplanmäßig bereitgestellt – aus dem nicht ausgeschöpften Topf „Zuwendungen für Hausrenovierungen“.

Die Kooperation mit dem Kinderschutzbund bliebe bestehen. Das dortige Familienpatenprojekt würde künftig mit Mitteln anderer Träger unterstützt. Der Landkreis bleibt wohl mit 30.000 Euro im Boot, wenn es nicht viele neue Förderanträge anderer Kommunen für solche Zwecke geben sollte, denn sein Gesamttopf hierfür umfasst derzeit nur 45.000 Euro.

Die Mitarbeiter des Familienbüros hatten in einem Schreiben erklärt, dass sie gerne eine neue Lösung zum 1. November und nicht erst zum 1. Januar hätten. Vor allem sei ein Beschluss über die grundsätzliche Fortsetzung der Arbeit des Familienbüros nötig sowie eine Terminsetzung für die Vorlage eines inhaltlichen Konzepts und der Stellenbeschreibung für die Leitung des Familienzentrums. Dem hat der Ausschuss entsprochen.

Vermeiden möchte der Ausschuss am liebsten, das der Name des Familienbüros geändert wird, denn der habe sich positiv eingebürgert. Auch sollen Nutzungskonflikte mit der Jugendarbeit der „Kulisse“ ausgeschlossen sein sowie deren Angebote nicht eingeschränkt werden.

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