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Fast vier Jahre Haft für drogenabhängigen Serientäter

33-Jähriger muss hinter Gitter Fast vier Jahre Haft für drogenabhängigen Serientäter

Eine Vielzahl von Diebstählen und Fahrten ohne Fahrerlaubnis hat einem 33-jährigen Ostwestfalen nun eine Freiheitsstrafe von knapp vier Jahren eingebracht. Nach einem rechtlich schwierig zu ermittelnden Strafmaß mit mehreren Gesamtstrafen unterschiedlicher Gerichte summieren sich die Sanktionen für den drogenabhängigen Mann auf 43 Monate.

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Rinteln/Bückeburg. Gleichzeitig scheiterte der zweifache Vater jetzt mit seiner Berufung vor dem Bückeburger Landgericht: Er hatte im Prozess unter Vorsitz von Landgerichtspräsidentin Eike Höcker eine Bewährungsstrafe angestrebt. In einem früheren Verfahren war der erheblich vorbestrafte Angeklagte vom Rintelner Amtsgericht bereits zu insgesamt 23 Monaten Haft verurteilt worden. Damals ging es um insgesamt zehn Fahrten ohne Fahrerlaubnis, davon in vier Fällen auch noch mit einem nicht versicherten Auto. Darüber hinaus wurde über vier Diebstähle verhandelt, darunter ein Einbruch in einen Kellerraum. Dabei wollte der massiv Drogenabhängige meistens das Diebesgut zu Geld machen, um dafür Betäubungsmittel kaufen zu können. Besonders dreist verhielt sich der heute 33-Jährige nach Ansicht des Gerichts an einem Tag im Juli 2013. Zunächst schraubte er von einem Auto, das auf dem Rintelner Kirchplatz parkte, das hintere Kennzeichen ab. Mit diesem roten Nummernschild machte er sich auf den Weg nach Hameln und kaufte dort für 150 Euro ein „Bastlerfahrzeug“. An diesem nicht angemeldeten und nicht versicherten Auto brachte er das entwendete Kurzzeitkennzeichen an und ließ sich Starthilfe geben. Anschließend fuhr der Mann – die Fahrerlaubnis war ihm bereits früher entzogen worden – wieder nach Rinteln. Auf der Rückfahrt kam er an dem Mitarbeiterparkplatz einer Firma vorbei und klaute dort aus einem Wagen das Radio (Wert: 50 Euro). Nicht genug: Am Abend baute er mit seinem Pkw noch einen Unfall, als er gegen ein geparktes Auto stieß.

 Im Januar dieses Jahres musste sich der Ostwestfale vor dem Amtsgericht Lippstadt für insgesamt 22 Taten verantworten. Neben zahlreichen Diebstählen ging es damals auch um elf „Schwarzfahrten“. Der Mann wurde wiederholt in der Nordwest-Bahn erwischt, als er zumeist auf dem Streckenabschnitt Rinteln – Löhne unterwegs war und den Fahrpreis von jeweils gut vier Euro schuldig blieb. Damals erhielt er in Lippstadt noch Bewährung (22 Monate). Nun wurde diese Strafe mit einem anderen Urteil verbunden und nicht mehr zur Bewährung ausgesetzt.

 Nach einer stationären Entgiftung im Frühjahr befindet sich der Angeklagte seitdem in einem Substitutionsprogramm. Im Sommer möchte er eine stationäre Drogentherapie machen. Im Anschluss an die Verhandlung erklärte sein Verteidiger, Rechtsanwalt Marco Vogt, er werde gegen das Urteil Revision einlegen. maf

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