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Feiernde attackieren Polizisten

Rinteln / Urteil Feiernde attackieren Polizisten

Nach einer Auseinandersetzung mit Polizisten während einer Vatertagsveranstaltung in Hiddenserborn ist der Prozess für zwei junge Männer nun glimpflich ausgegangen: Richter Christian Rost stellte das Verfahren gegen einen arbeitslosen Rintelner und einen Auszubildenden aus Stadthagen mit Auflagen ein.

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Rinteln (maf). Während der 19-jährige Rintelner demnächst 100 Stunden gemeinnützig arbeiten muss, hat sein zwei Jahre älterer Kumpel 200 Euro Schmerzensgeld an einen leicht verletzten Polizisten und weitere 150 Euro an die Landeskasse zu zahlen. Bei dem Prozess um Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und gefährliche Körperverletzung mussten sich die beiden Angeklagten für den Angriff auf Polizisten verantworten.

 Am Himmelfahrtstag begann für den Rintelner die feucht-fröhliche Feier bereits um 9 Uhr, sein Kumpel aus Stadthagen stieß erst einige Stunden danach zu ihm und anderen jungen Leuten. Gegen 17 Uhr trafen die Heranwachsenden auf eine ebenfalls etwa fünfköpfige reine Mädchengruppe. Es kam zu verbalen Streitigkeiten zwischen den beiden Parteien. Zwei Polizisten in Zivilkleidung forderten daraufhin die beiden Cliquen auf, sich zu trennen und in verschiedene Richtungen zu gehen. Es gab dann noch einmal Zoff zwischen den jungen Leuten, ehe die von den Anwälten Thomas Grell und Ralf Jordan verteidigten Angeklagten auf einen Polizisten in Zivil losgingen.

 Offenbar hatten die jungen Männer die Situation auch falsch eingeschätzt. Der Rintelner (1,4 Promille) dachte, er müsse eine Bekannte schützen und eilte dazu. Er nahm einen Zivilbeamten, den er nicht als Polizisten erkannt haben will, in den Schwitzkasten und spuckte ihm auch Brötchenklumpen ins Gesicht. Auch sein Kumpel kam hinzu und attackierte den Polizisten, den er als Zivilperson eingeschätzt haben will. Der Ordnungshüter ging zu Boden, erhielt dann aber Hilfe von mehreren uniformierten Beamten.

 Dem Rintelner wurden anschließend Handschellen angelegt, er war aber immer noch aufgebracht und trat einen Polizisten gegen das Schienbein. Nachdem der 19-Jährige noch einmal zu Boden gebracht worden war, beruhigte er sich schließlich.

 Vor Gericht entschuldigten sich die beiden Angeklagten bei dem Polizisten in Zivil. Der Mann hatte bei der Rangelei Prellungen an Hüfte und Ellenbogen erlitten.

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