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Fest der „puren Weiblichkeit“

Rintelner Frauenkarneval Fest der „puren Weiblichkeit“

Eine Party der Superlative sollte es werden, und schon im Foyer des Brückentorsaals am Freitagabend hatte man nicht die geringsten Zweifel, dass der Rintelner Frauenkarneval diesem – eigenen – Anspruch mehr als gerecht werden würde. Zum ersten Mal fand die Party in diesem Saal statt im Ratskeller statt.

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Das Rahmenprogramm – wie die Ladykracher aus Hessisch Oldendorf – sorgt sowieso für gute Stimmung, und die kreativen Kostüme und die weibliche Gemeinschaft tun ihr Übriges.

Quelle: tol

Rinteln. Ein großer Schritt in Richtung Veränderung, nachdem im letzten Jahr auch einige Positionen bei den ausrichtenden Elfen neu besetzt wurden und mit einigen jüngeren Mitgliedern auch eine Art Generationswechsel eingeleitet wurde. Die Entscheidung für den Brückentorsaal war goldrichtig: Dadurch konnten so viele närrische Frauen teilnehmen wie noch nie. Rund 250 Karten wurden im Vorfeld verkauft, und damit 50 bis 100 mehr als sonst.

So sammelten sie sich im festlich rot-weiß geschmückten Saal, die Hippies, die Hexen, die Gärtnerinnen, die Krümelmonster und Petticoat-Trägerinnen. Der Reit- und Fahrverein kam sogar komplett in rosa Einhorn-Anzügen, nur echt mit Einhorn-Puschen. So viel Leidenschaft und Humor herrschte hier, dass man die kalte Nacht vor der Tür schnell vergessen hatte.

„Modern Walking“ heizen ein

Die eigenen kreativen Kostüme konnte man für die Nachwelt in einer Fotobox festhalten. Und gegen die Kälte heizte schon vor dem offiziellen Beginn der Sitzung um 20.11 Uhr das Männertrio „Modern Walking“ mit Karaoke-tauglichen Hits ein – ein Fest für Ohren und Augen, sehr zur Freude der Frauen. Auf die weibliche Übernahme des Saales ging auch die Bütt von Jutta Meves und Stephanie Morawetz ein: Bislang habe nur der RCV im Brückentorsaal gethront, doch nun übernehme „die pure Weiblichkeit“. Und überhaupt – warum es so wenige Frauen im Stadtrat gebe? „Mal sehen, vielleicht übernehmen das ja irgendwann wir Elfen!“

Doch nicht nur der Ort und einige Extras waren neu. Die wohl größte Überraschung hielt spät am Abend Einzug, kurz vor der dritten Tanzpause. „Sitzt ihr alle?“, rief Sitzungspräsidentin Dorothee Heidel dem Publikum zu. Motorradgeknatter aus dem Foyer des Saals ließ aufhorchen. Und tatsächlich: Ein Motorrad kam hereingefahren, darauf: Stripper, nur echt in hautenger, schwarzer Polizeiuniform.

Akrobatische Tanzeinlagen

Wie ein Tribut an den amerikanischen Schauspieler und Ex-Stripper Channing Tatum wirkten die beiden Stripper Alex und Remi, die zielsicher Frauen aus dem Publikum holten, am Boden oder auf Stühlen mit ihnen tanzten und dabei so akrobatisch waren, dass man sich nicht weiter wunderte, woher die beiden ihren guten Körperbau hatten.

Spätestens jedoch, als Frauen die Augen verbunden und deren Hände immer wieder an den Körpern der Stripper entlanggeführt wurden, wusste so manche verkleidete Prinzessin oder Hippie-Dame nicht mehr, wohin sie noch ihren Blick richten sollte. Ein guter Motor: das Rahmenprogramm. Schon um 21 Uhr startet die erste von vielen weiteren Polonaisen. mld

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