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Feuerwehr rettet vier Menschen

Rinteln Feuerwehr rettet vier Menschen

In der Nacht auf Mittwoch ist in der Rintelner Altstadt ein Feuer ausgebrochen. Um kurz vor 4 Uhr hatte ein männlicher Bewohner (47) der Bäckerstraße 58 das Feuer bemerkt und sofort die Feuerwehr alarmiert, die wenig später eintraf.

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Unter Einsatz einer Drehleiter ist das Feuer von außen bekämpft worden, während ein Atemschutztrupp die Flammen von innen heraus löschte.

Quelle: tol

Rinteln. Ortsbrandmeister Thomas Blaue, der den Einsatz leitete, und der Zugführer der Feuerwehr Rinteln waren als Erste vor Ort. „Da hat das Dachgeschoss schon voll gebrannt“, sagte Blaue im Gespräch mit dieser Zeitung. Im ersten Obergeschoss trafen die beiden Männer auf eine verängstigte ältere Dame, die sich wegen des vielen Rauchs zunächst nicht traute, die Tür zu öffnen. Blaue und sein Partner brachten die Frau „in letzter Sekunde“ sicher ins Freie, sagte Blaue, – so auch drei weitere Hausbewohner: zwei Frauen und einen Mann. Eine der Frauen hatte gestern ihren 81. Geburtstag.

Die Bewohner wurden zunächst im Altenheim Am Seetor versorgt und betreut. Als die vorgefundenen Bewohner in Sicherheit gebracht worden waren, war auch der erste Löschzug eingetroffen. Insgesamt waren 105 Feuerwehrkräfte aus Rinteln, Möllenbeck, Todenmann, Exten, Strücken, Hohenrode und Steinbergen im Einsatz.

Ein Atemschutztrupp machte sich von innen daran, das Feuer zu löschen. Unter Einsatz einer Drehleiter wurden die Flammen von außen bekämpft. Gleichzeitig wurde dafür gesorgt, dass das Feuer nicht auf die Nachbarhäuser übergriff. „Wir haben schnell verhindern können, dass das Feuer durch die Dachpfannen durchstößt, sonst hätte sich das Feuer leicht ausbreiten können“, sagte Blaue. Aufgrund der zahlreichen Fachwerkhäuser ist die Brandgefahr in der Rintelner Altstadt besonders groß. „Wir hatten das Feuer dann relativ schnell unter Kontrolle“, sagte der Einsatzleiter.

Als eine Decke einstürzte, wurde ein Feuerwehrmann leicht an der Schulter verletzt, berichtete Blaue weiter. Beendet werden konnte der Einsatz jedoch erst gegen 9.45 Uhr, als sicher war, dass es keinerlei Brandnester mehr gab. Infolge des Feuers ist das Fachwerkhaus bis auf Weiteres unbewohnbar. Es wurde von der Polizei beschlagnahmt. Unklar war bis Redaktionsschluss die Brandursache. „Die Ermittlungen dauern noch an“, teilte Gabriela Mielke, die Pressesprecherin der Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg, auf Anfrage dieser Zeitung mit.

Die Bäckerstraße wurde gestern über den Feuerwehreinsatz hinaus für den Straßenverkehr gesperrt. Zu groß ist die Gefahr von herabfallenden Teilen. Ein geparktes Auto wurde von einer heruntergestürzten Dachpfanne beschädigt. Ein Dachdecker wurde beauftragt, das Dach zu sichern. Die Sperrung, so die Polizei Rinteln gestern, werde wohl noch bis in den heutigen Tag hinein andauern.

Bis Redaktionsschluss nicht aufgefunden wurde der 76-jährige Bewohner der Wohnung im Dachgeschoss. Die Polizei kann nicht ausschließen, dass sich sein Leichnam unter den Trümmern befindet. Die Suche im Haus ist noch nicht abgeschlossen. Die Polizei ermittelt in alle Richtungen. Möglicherweise hat sich der Mann zum Zeitpunkt des Feuers nicht in seiner Wohnung befunden.

Es habe sich auch ergeben, dass sich eine der in der Bäckerstraße 58 gemeldeten Personen bereits seit längerer Zeit im Krankenhaus befindet und eine weitere ein Hinterhaus bewohnt, das von dem Feuer nicht betroffen war. pk

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Ein Blick von der Drehleiter der Feuerwehr auf die ausgebrannte Dachgeschosswohnung in der Bäckerstraße 58.pr.

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