Volltextsuche über das Angebot:

12 ° / 8 ° Regen

Navigation:
Flasche an den Kopf

57-Jährigem wird gefährliche Körperverletzung vorgeworfen Flasche an den Kopf

Der Prozess um den Wurf einer Bierflasche wird zurzeit vor dem Bückeburger Landgericht neu aufgerollt. Im Sommer vergangenen Jahres verurteilte das Amtsgericht Rinteln einen 57-jährigen Mann wegen gefährlicher Körperverletzung zu einer sechsmonatigen Bewährungsstrafe.

Voriger Artikel
Urteil nach Hundemord
Nächster Artikel
Nicht wettbewerbsfähig

Rinteln/Bückeburg. . Der Amtsrichter war damals überzeugt davon, dass der Angeklagte eine leere Bierflasche nach seinem Nachbarn geworfen hatte, mit dem er seit Jahren heftig zerstritten ist. Dabei wurde der Mann am Hinterkopf getroffen und leicht verletzt. So das erstinstanzliche Urteil. Gegen diese Entscheidung legte der 57-jährige Rintelner Berufung ein. Am ersten Verhandlungstag hörte die Kammer unter Vorsitz von Landgerichtspräsidentin Eike Höcker ein halbes Dutzend Zeugen, die im Wesentlichen ihre früheren Aussagen bestätigten.
Hintergrund des aufzuklärenden Geschehens sind langjährige Konflikte zwischen den Nachbarn. Beide sind Unternehmer mit angrenzenden Geschäften und streiten seit Langem über zugeparkte Grundstücke und zugestellte Parkplätze. Am Tag des Vorfalls kam es zu einer erneuten verbalen Auseinandersetzung, als der Nachbar gerade die Terrasse aufräumte und der Angeklagte aus seinem Haus trat.
„Ich habe irgendeinen Schatten gesehen“, erinnerte sich der Nachbar. Er sah demnach etwas auf sich zufliegen und spürte etwas am Kopf. Anschließend bemerkte er eine Bierflasche, die unbeschädigt über den Holzbelag rollte. Eine Polizistin sah danach eine leichte Rötung am Kopf des Nachbarn, der wegen der Aufregung auch unter Kopfschmerzen gelitten habe.
Dagegen will der Angeklagte zur fraglichen Zeit gar nicht zu Hause gewesen sein. Nach einem Anruf seines Sohnes traf er sich mit diesem wie häufig in einem Rintelner Backshop. Eine Verkäuferin konnte sich an die beiden Stammgäste erinnern. Danach waren Vater und Sohn auch an jenem Nachmittag im Backshop, nur der genaue Zeitpunkt konnte nicht exakt bestimmt werden.
Zum Prozessauftakt äußerte sich der Angeklagte nicht zum Geschehen. Sein Verteidiger, Rechtsanwalt Volkmar Wissgott, stellte im Laufe des Verhandlungstages eine Reihe von Beweisanträgen. Der Prozess wird heute, Montag, fortgesetzt.  maf

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Die „Schlossklause“, die ehemalige Gaststätte an der Arensburg, fiel vermutlich Brandstiftung zum Opfer... mehr