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Förderschule wird ein Jahr später aufgelöst

Rinteln/Obernkirchen / Entschluss Förderschule wird ein Jahr später aufgelöst

Das Ende der Förderschulen mit dem Schwerpunkt Lernen in Rinteln und Obernkirchen wird definitiv kommen. Aber anders, als zunächst von der Kreisverwaltung geplant und vom Kreistag beschlossen, zögert sich die Schließung der beiden Schulen um ein Jahr hinaus.

Rinteln/Obernkirchen. Rinteln (ll). Das hat der Schul- und Berufsschulausschuss des Kreises bei seiner Sitzung in der Rintelner Hildburg-Realschule empfohlen. Noch hat sich das niedersächsische Kultusministerium nicht konkret und endgültig über die künftigen Rahmenbedingungen der Förderschullandschaft in Schaumburg geäußert.

 Im laufenden Schuljahr besuchen noch 29 Schüler in drei Klassen die Förderschule in Rinteln. In Obernkirchen sind es derzeit 24 Schüler. Wie Kreis-Schuldezernentin Katharina Augath betonte, seien die Schülerzahlen allerdings stark rückläufig. In der Vergangenheit seien an allen Integrierten Gesamtschulen des Landkreises sowie an den Hauptschulen Integrationsklassen eingerichtet worden. Zudem wurde ein Schulisches Beratungszentrum für den Förderschwerpunkt „Emotionale und soziale Entwicklung“ in Obernkirchen errichtet. All dies, so Augath, habe dazu geführt, dass die Förderschulen nach und nach erheblich Schüler verloren haben. Nach Ansicht des Schaumburger Schulamtsleiters Friedrich-Wilhelm Dehne werden im kommenden Schuljahr insgesamt sogar nur noch rund zehn Schüler die Förderschulen in Rinteln und Obernkirchen besuchen.

 Mit der schrittweisen Einführung der inklusiven Beschulung im Kreis gelten die Förderschulen in Rinteln und Obernkirchen als überflüssig. In Zukunft, so die Landkreis-Pläne, soll nur noch eine Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen am Standort Stadthagen erhalten bleiben.

 Unklar ist unterdessen die personelle und finanzielle Ausgestaltung der zentralen Förderschule in Stadthagen und des Schulischen Beratungszentrums in Obernkirchen. Zwar habe sie, so Augath, im Kultusministerium „ein sehr gutes Gespräch“ geführt, insbesondere das Beratungszentrum sei „aus schulfachlicher Sicht als innovatives Konzept gelobt“ worden, dennoch wünscht sich der Kreis eine Zusage des Ministeriums im Hinblick auf zusätzliche Funktionsstellen und Anrechnungsstunden für die Schulleitung.

 Mit einer kurzfristigen Entscheidung des Kultusministeriums sei in diesen Punkten nicht zu rechnen. Damit für Schulen, Eltern und Schüler aber Planungssicherheit bestehe, ist der Plan der Förderschulschließungen nun um ein Jahr zurückgestellt worden.

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