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Frauen lassen falsche Bräute tanzen

Rinteln / Frauen-Verein Frauen lassen falsche Bräute tanzen

Zuerst waren es nur Hausfrauen, die Tipps für den Alltag und Abwechslung von diesem suchten, 40 Jahre später sind sogar falsche Bräute im Programm, und es geht um die oft noch fehlende Gleichberechtigung der Geschlechter in der Arbeitswelt.

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Das Männerballett „Die Klosterelfen“ vom Rintelner Carnevals-Verein sorgt mit akrobatischen Tanzeinlagen für gute Stimmung beim Frauen-Verein Rinteln.

Quelle: vuc

Rinteln (vuc). Das Frauenbild hat sich gewandelt, aus dem „Ortsverband Rinteln im Deutschen Hausfrauenbund“ ist der „Frauen-Verein Rinteln“ geworden. Und der feierte jetzt im Gasthaus „Zur Linde“ Jubiläum.

 „Mit 40 ist der Mensch in den besten Jahren, mit Höhen und Tiefen. Unsere Jahre waren dagegen immer gut“, so lautete das Resümee von Eva Kalinowski, eine von fünf anwesenden Gründungsmitgliedern. Sie wurde 1989 zur Ehrenvorsitzenden des Ortsverbandes ernannt. Jetzt erinnerte sie Jubiläumsgäste an die Zeit, als der Verein gegründet wurde, an die erste gemeinsam organisierte Ausfahrt 1976 zum EU-Parlament (damals EWG) nach Brüssel und die große positive Resonanz in der Öffentlichkeit. Anfangs wurde eng mit der Stiftung Warentest und der Zentralstelle für Rationelles Haushalten der Sparkassen zusammengearbeitet. Dort gab es praktische Tipps für den Haushalt.

 Das Bild von der Hausfrau war damals noch ein anderes, die Rollen in der Familie waren strenger verteilt. Um eine gute Hausfrau und Mutter zu sein, wurde der Beruf aufgegeben. In der heutigen Zeit sind Familie und Beruf stärker miteinander verbunden, der Verein hat sich deshalb mehr zum Freizeitgestalter gewandelt. Dennoch herrscht Mangel an jungem Nachwuchs. Zählte der Verein in Spitzenzeiten 1994 fast 200 Mitglieder, so hat sich die Zahl aktuell auf 140 reduziert.

 Kräftigen Applaus gab es auch für die stellvertretende Bürgermeisterin Ursula Helmhold, die in ihrer Gastrede auf ein Problem aufmerksam machte. Trotz aller Bemühungen seitens Politik und Gesellschaft würden Frauen immer noch gut ein Viertel weniger verdienen als ihre männlichen Kollegen. Die Gleichbehandlung habe entgegen allen Fortschritten in vielen Bereichen des täglichen Lebens noch nicht überall Einzug gehalten. Aber Helmhold gratulierte auch mit einem „eckigen Blumenstrauß„ zu der großen und aktiven Gemeinschaft in Rinteln, die diesen Verein seit vier Jahrzehnten auszeichnet.

 Emanzipiert haben sich die Frauen aber immerhin bei ihrer Programmauswahl, sie laden sich Männer zur Unterhaltung ein – diesmal allerdings verkleidet als falsche Bräute. Das Männerballett des Rintelner Carnevals-Vereins ließ sogar einen Teil der weißen Hüllen fallen und zeigte dabei stramme Waden und nahezu akrobatische, aber vor allem äußerst lustige Tanzeinlagen.

 Als besondere Überraschung übergab die stellvertretende Vorsitzende Ursula Gauglitz im Namen der erkrankten Vorsitzenden Birgit Koulen-Mottula jedem Mitglied als Erinnerung an den Nachmittag eine Rose. Sie ehrte auch folgende Gründungsmitglieder mit je einem Blumenstrauß: Margret Sterner, Sonja Wenzel, Eva Kalinowski, Inge Brandt, Renate Rehmet.

 Neben den traditionellen Runden an jedem ersten Montag im Monat im „Stadtkater“ organisiert der Frauenverein für seine Mitglieder Busreisen und Tagesveranstaltungen. Am 10. Dezember geht es zum Weihnachtsmarkt nach Münster, am 17. Januar ist eine Wanderung durch Rinteln und Umgebung vorgesehen. Das Rosenmontagswandern am 11. Februar führt durchs Exter Feld, und am 25. Februar besuchen die Frauen die Seifenküche in Melle.

 Informationen gibt es bei der Vorsitzenden Birgit Koulen-Mottula, Telefon (05751) 918396.

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