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Frauen mit Pfefferspray besprüht?

Prozessauftakt Frauen mit Pfefferspray besprüht?

Nach zwei nächtlichen Auseinandersetzungen im Bereich der Diskothek „Happy Night“ muss sich nun ein Rintelner (22) wegen gefährlicher Körperverletzung und Bedrohung vor dem Amtsgericht der Weserstadt verantworten.

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Quelle: dpa

RINTELN. Genau vor einem Jahr soll der Angeklagte zwei junge Frauen (19, 23) mit Pfefferspray besprüht haben. Die beiden klagten danach über Schmerzen im Hals beziehungsweise Atembeschwerden. Außerdem wirft Staatsanwalt Timo Goldmann dem Rintelner vor, er sei sechs Monate später mit einem mindestens 20 Zentimeter langen Küchenmesser auf einen Mann zugelaufen und habe gerufen: „Ich mach dich weg!“

 

 Auseinandersetzungmit einem Türsteher

 Beim ersten Vorfall war der Angeklagte offenbar frühmorgens in eine Auseinandersetzung mit einem Türsteher der Diskothek verwickelt. Zwei junge Frauen, die sich in einem angrenzenden Bistro aufhielten, wurden auf das Geschehen aufmerksam und gingen hinaus.

 Beide atmeten dabei vermutlich das zuvor versprühte und noch in der Luft befindliche Spray ein. Während die 19-Jährige keine Luft mehr bekam und zu Boden stürzte, musste ihre Freundin husten. Sie hatte in der Hand des Angeklagten einen Gegenstand gesehen. Dass der 22-Jährige aber auch der Anwender des Pfeffersprays war, hatte keine der Frauen direkt beobachtet. Beim Eintreffen der Polizei lief der Mann zunächst weg, blieb dann aber stehen. Der alkoholisierte Rintelner (1,8 Promille) warf etwas weg, später fand ein Beamter in diesem Bereich das Pfefferspray.

Zeugen haben Messer gesehen

 „Das stimmt überhaupt nicht“, beteuerte der Angeklagte vor Gericht. Auch den zweiten Tatkomplex, die Bedrohung mit dem Messer, bestritt der Mann vehement. Er habe gar kein Messer gehabt. Mit dieser Tat habe er nichts zu tun, äußerte der 22-Jährige jetzt. Zwei Zeugen gaben zwar an, ein Messer in der Hand eines Mannes gesehen zu haben. Identifizieren konnten sie die Person aber nicht. Am 20. Juli, dem zweiten Prozesstag, soll der mutmaßlich Bedrohte angehört werden. Er befindet sich zurzeit noch auf einer Auslandsreise und wird in diesen Tagen zurückerwartet.  maf

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