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Freispruch im Schwarzfahrer-Prozess

Vor Gericht Freispruch im Schwarzfahrer-Prozess

Zum Abschluss eines zweitägigen Prozesses ist ein Arbeiter (33) vom Vorwurf des vierfachen Erschleichens von Leistungen freigesprochen worden. In einem dubiosen Fall um eine Reihe von Schwarzfahrten mit einem halben Dutzend Zeugen von der Nordwestbahn, der Krankenversicherung und der Verwaltung konnten die Einlassungen des Angeklagten nicht sicher widerlegt werden.

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Quelle: dpa

Rinteln. Der Rintelner hatte nämlich die Taten bestritten und angegeben, er habe zuvor seinen türkischen Personalausweis und die AOK-Versichertenkarte verloren. Demnach musste eine andere Person diese Ausweise missbraucht und unter seinem Namen schwarzgefahren sein. Mit seinem Urteil folgte Richter Christian Rost den Anträgen von Staatsanwalt Wilfried Stahlhut und Verteidiger Gunter Mücke.

 Ursprünglich lastete die Anklage dem heute 33-Jährigen an, er habe von Juli bis Oktober 2012 insgesamt viermal die Nordwestbahn ohne gültigen Fahrschein benutzt. Dabei soll er jeweils zweimal mit Zügen auf den Strecken zwischen Rinteln und Hameln beziehungsweise zwischen Elze und Rinteln unterwegs gewesen sein. Von Anfang an behauptete der Mann, er habe Anfang 2012, also rund ein halbes Jahr vor dem Beginn der Serie von Schwarzfahrten, Versichertenkarte und Ausweis verloren.

 Vor Gericht bestätigte seine Verlobte im Wesentlichen seine Einlassung. Danach sei sie mit ihm von Rinteln nach Hameln gefahren, wo er das Fehlen der Papiere bemerkt habe. Zuvor in Rinteln habe man noch in den Briefkasten geschaut und Post mitgenommen. Ihr Verlobter falte Dokumente stets zusammen und stecke sie in die Hosentasche. Er habe schon oft etwas verloren, an jenem Tag auch Unterlagen von ihr.

 Das Generalkonsulat der Türkei in Hannover teilte mit, dass der Arbeiter im August 2011 den Verlust seines Personalausweises gemeldet und noch am selben Tag einen neuen ausgestellt bekommen hatte. Dieses neue Dokument muss er demzufolge Anfang 2012 schon wieder verloren haben. Das neuerliche Abhandenkommen hat er aber nicht angezeigt und auch keinen weiteren Ausweis beantragt. In einem Fall wurde einem Zugbegleiter vom Schwarzfahrer eine AOK-Versichertenkarte vorgelegt. Die darauf befindliche Nummer stimmte aber nicht mit der des Angeklagten überein. Zudem konnte sich keiner der Zugbegleiter an die einzelnen Vorfälle erinnern oder den 33-Jährigen als Schwarzfahrer identifizieren. maf

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