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Freundin so lange gewürgt, bis sie keine Luft mehr bekam

Rinteln/Bückeburg / Prozess Freundin so lange gewürgt, bis sie keine Luft mehr bekam

In einem Fall von häuslicher Gewalt ist ein 41 Jahre alter Rintelner mit seiner Berufung gescheitert: Der Arbeitslose, der im März 2009 seine damalige Lebensgefährtin (21) gewürgt hatte, ist nun vom Bückeburger Landgericht wegen Körperverletzung belangt worden.

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Rinteln/Bückeburg (maf). Zugleich bestätigte die Kammer unter Vorsitz von Richter Jens Rass weitgehend das erstinstanzliche Urteil des Amtsgerichts Rinteln, das eine Geldstrafe von 910 Euro (70 Tagessätze zu 13 Euro) verhängt hatte.
Im Winter 2009 wohnten das spätere Opfer und der 20 Jahre ältere Arbeitslose in demselben Haus. Nachdem ihre Beziehung am Anfang gut gelaufen war, zog die junge Frau in die Wohnung ihres Freundes.

Schon bald nach dem Einzug kam es nach Angaben der heute 21-Jährigen zu mehreren körperlichen Angriffen ihr gegenüber aus nichtigem Anlass. Offenbar war der Mann auch eifersüchtig und erlaubte ihr, nur zweimal wöchentlich ihre Freundin zu besuchen. Oft wurde auch gestritten. „Er war wegen Kleinigkeiten sauer“, schilderte die junge Frau. So wohl auch am Tattag. Sie saß im Wohnzimmer auf der Couch, er ihr gegenüber in einem Sessel. Dann sei er plötzlich aufgestanden und habe sie gewürgt, erzählte das Opfer. Die Frau schloss die Augen, dachte, er lasse nicht mehr los. Sie konnte nicht mehr atmen, er hörte dann aber auf und ließ doch noch von ihr ab.

Dagegen bestritt der Angeklagte, seine Freundin gewürgt zu haben. Demnach packte er sie zwar an den Hals, wollte ihr aber nur zeigen, wie man sich dagegen wehrt, quasi ein Selbstverteidigungskurs für die Frau.

Nach der Beziehungstat lebte die 21-Jährige mehrmals bei ihrer Freundin, kehrte aber immer schnell zu ihrem Partner zurück. Erst später schaffte sie es, sich von ihm zu trennen und aus der gemeinsamen Wohnung auszuziehen.

Mit ihrem Urteil folgte die Berufungskammer im Wesentlichen der Rintelner Entscheidung. Für sie sind aber bereits zehn der verhängten 70 Tagessätze als vollstreckt anzusehen. Grund ist die überlange gerichtliche Verfahrensdauer, denn zwischen dem Einspruch des Angeklagten gegen den ursprünglich erlassenen Strafbefehl und der Anberaumung der erstinstanzlichen Verhandlung war fast ein Jahr vergangen.

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