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Frostschäden: Reparatur im Sommer

Rinteln / Nach dem Frost Frostschäden: Reparatur im Sommer

Schlaglöcher, tiefe Risse in der Fahrbahn und abgesenkte Gehwege – das Team des städtischen Baubetriebshofes schaut zurzeit noch aufmerksamer auf den Zustand der Straßen.

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Der Doktorseeweg ist vor allem durch Baumwurzeln beschädigt, die die Fahrbahndecke sprengen.

Quelle: tol

Rinteln (sar). Warum? „Die Bestandsaufnahme der Straßenschäden läuft das ganze Jahr über. Im Moment werden aber speziell die Schäden aufgelistet, die durch Frost entstanden sind“, berichtet Andreas Wendt, der Leiter des Tiefbau- und Umweltamtes.

 Gute Nachrichten für die Stadt Rinteln kann Wendt schon vor Abschluss der Begutachtung vermelden: Weil der Winter 2011/2012 relativ mild gewesen sei, halten sich die Schäden in Grenzen. Allerdings müssten noch Arbeiten ausgeführt werden, die nach den beiden starken Wintern der vergangenen zwei Jahre erforderlich geworden sind, merkt Straßenbauingenieur Volker Kierat an.

 Durch die langen Frostperioden in den Jahren 2009/10 und 2010/11 hätten zahlreiche Straßen im gesamten Stadtgebiet erheblich gelitten. Die Liste sei inzwischen weitgehend abgearbeitet. Das Tiefbauamt hat für die Arbeiten im vergangenen Haushaltsjahr 150000 Euro an zusätzlichen Mitteln erhalten. Damit konnte ein Großteil der Frostschäden behoben werden.

 „In diesem Jahr wird der reguläre Haushaltsansatz von 300000 Euro ausreichen“, ist der Tiefbauamtsleiter überzeugt. Dieser Betrag steht allerdings im laufenden Jahr für die Unterhaltung aller Straßen, Geh- und Radwege der Stadt zur Verfügung, nicht nur für die Straßenreparatur nach dem Winter. So sei es ein glücklicher Umstand für die Stadtkasse, dass in es in den Wintermonaten nur rund zwei Wochen lang Bodenfrost gegeben habe.

 Zurzeit könnte mit den Arbeiten jedoch noch nicht begonnen werden. „Es ist einfach zu kalt“, sagt Wendt. Etwa zehn Grad Celcius müssten erreicht werden. So werden die größeren Maßnahmen voraussichtlich erst im Sommer vorgenommen. „Außerdem müssen zunächst die Ausschreibungen raus“, erläutert Volker Kierat.

 Durch ein spezielles Wintermischgut wäre es möglich, schon jetzt die tiefsten Schlaglöcher zu stopfen. Sobald die Mitarbeiter des Tiefbauamtes davon erfahren, wird das Bauhof-Team mit diesen Aufgaben beauftragt. Um Risse im Asphalt mit einem Fugenmaterial zu füllen, bedürfe es dagegen einer Temperatur zwischen acht und zehn Grad Celcius.

 Für umfangreichere Aufgaben werden Fachfirmen beauftragt, die oftmals ihre Spezialfahrzeuge einsetzen. Erforderlich werde das in einigen Straßen sein, berichtet Wendt. Die Fahrbahnen Am Lichten Holz in Todenmann, Frikenhop in Wennenkamp, Hinter der Reihe in Volksen und Doktorseeweg in Rinteln erhalten in Teilbereichen neue Tragdeckschichten.

 Kurzfristige Sperrungen für wenige Stunden seien während der Arbeiten möglich, kündigt Wendt an. Die Deckschichten werden in einer Stärke von zwei bis acht Zentimetern aufgetragen. Eine Fräsmaschine wird bislang lediglich im Bauernbrink eingesetzt. Auch in dieser Straße im Ortsteil Westendorf sind Winterschäden festgestellt worden. Teile der Fahrbahn müssen abgefräst werden, ehe die Deckschicht aufgetragen wird. Die genauen Kosten werden derzeit ermittelt.

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