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Für klare Verhältnisse sorgen

Forderungen des Behindertenbeirates Für klare Verhältnisse sorgen

Warum werden Fahrbahnen und Fahrzeuge immer vorrangig betrachtet, fragte sich der Vorsitzende Manfred Pollmann in der Sitzung des Behindertenbeirates in Anspielung auf die von der Stadtverwaltung erarbeitete Prioritätenliste für die Sanierung und Instandhaltung des Gemeindestraßennetzes.

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Rinteln. Die Auflistung des Bauamtes treffe keine Aussage darüber, welche Straßen barrierefrei seien, so Pollmann. Aus Sicht des Behindertenbeirates wäre ein spezielles Programm dazu notwendig.

 „Es gibt einen Ratsbeschluss, die UN-Behindertenkonvention auch in Rinteln umzusetzen. Wesentliches Kriterium ist dabei die Barrierefreiheit, die Menschen mit Behinderungen eine gleichberechtigte und eigenständige Teilhabe möglichst ohne fremde Hilfe sichern soll“, klärt Pollmann auf. „In Rinteln gibt es zwar eine vom Bauamt erstellte Übersicht des Straßenzustandes, aber keine über den Stand der Barrierefreiheit dieser Straßen und Gehwege.“

 Dass es anders gehe, zeige ein Beispiel der Stadt Bentheim, so Pollmann. In einer 38-seitigen Broschüre mit dem Titel „Barrierefreiheit auf Bad Bentheims Straßen, Wegen und Plätzen“ habe das städtische Bauamt zunächst die Ist-Situation der Straßen und Wohnquartiere bezüglich Barrierefreiheit untersucht und anschließend Vorschläge für mögliche Abhilfen gemacht.

 Der Behindertenbeirat schlägt vor, in einem ersten Schritt Straßen in der Umgebung von Seniorenheimen sowie die Fußgängerzone auf ihre Barrierefreiheit zu überprüfen. „Eine kleine Arbeitsgruppe unter Beteiligung des Behindertenbeirates könnte den derzeitigen Status ermitteln und Vorschläge für Verbesserungen machen“, schlägt der Beiratsvorsitzende vor.

 Diskussionsbedarf gibt es nach Ansicht von Pollmann auch bei Radwegen. Radfahrer können innerorts nur unter bestimmten Voraussetzungen verpflichtet werden, den Radweg zu nutzen. Dies gilt insbesondere für kombinierte Geh-/Radwege. „Für sehbehinderte Fußgänger und für Fußgänger mit kleinen Kindern sind kombinierte Wege gefährlich und stressig“, so Pollmann.

 „Wenn eine Benutzung nicht vorgeschrieben werden kann, sollte für klare Verhältnisse gesorgt werden – also Fußgänger auf den Fußweg und Radfahrer auf die Fahrbahn“, fordert Pollmann. Der Behindertenbeirat bittet deshalb das Bauamt um Überprüfung aller vorhandenen Geh-/Radwege und innerorts um Verzicht auf kombinierte Wege. peb

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