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Für störungsfreien Unterricht

Familienzentrum führt Sozialtrainings durch Für störungsfreien Unterricht

Welcher Lehrer kennt das nicht: unruhige, zurückgezogene oder aggressive Kinder, die sich nicht auf den Lernstoff konzentrieren können und den Unterricht torpedieren? Das Familienzentrum Rinteln bietet deshalb seit einiger Zeit in Grundschulen ein Sozialtraining an.

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Die vierte Klasse der Grundschule Krankenhagen posiert mit dem Siegerplakat und den selbst gestalteten Urkunden.

Quelle: tol

Rinteln. Familienberaterin Claudia Frevert-Fricke, Trainerin für soziale und emotionale Kompetenzen und Elterntrainerin, hat gemeinsam mit Klassenlehrerin Heike Schorling als Co-Trainerin in der vierten Klasse der Grundschule Krankenhagen erfolgreich so ein vorbeugendes Trainingsprogramm durchgeführt.

 „Die Grundschule ist – neben dem Elternhaus – zentraler Lern- und Lebensort für die Kinder“, sagt Frevert-Fricke. Als Spiegel der Gesellschaft träfen in der Schule Kinder mit unterschiedlichen Erfahrungen aufeinander und müssten sich in die oft komplexen sozialen Strukturen einfinden. Nicht alle Kinder seien diesen Anforderungen auch gewachsen. Das Ergebnis einer solchen Überforderung könnten Ängste und ein Rückzug aus der Gemeinschaft sein, aber auch übermäßige Unruhe im Unterricht sowie aufsässiges, störendes oder gar aggressives Verhalten. „Diese Verhaltensweisen beeinträchtigen neben den betroffenen Kindern auch die Mitschüler, die Lehrer und das gesamte Lernklima“, meint die Familienberaterin. Dieser Entwicklung könne durch frühzeitige Unterstützung und Förderung vorgebeugt werden.

 Das Sozialtraining hilft Schulkindern bei der Entwicklung einer belastbaren sozial-emotionalen Lebenskompetenz. So werden soziale Wahrnehmung, Selbstwahrnehmung, Gefühle, flexible Problemlösung, Kooperation und Teamarbeit, Kommunikation, Einfühlungsvermögen und die Vorwegnahme der Konsequenzen von Handlungen geübt und trainiert. Auf diese Weise können bei den Kindern gleichzeitig Verhaltensauffälligkeiten, Gewalt, Angst und Apathie vorgebeugt werden.

 Das Sozialtraining in der vierten Klasse der GS Krankenhagen umfasste 26 Doppelstunden – zwei Doppelstunden pro Woche von September bis zu den Herbstferien und eine Doppelstunde pro Woche von den Herbstferien bis zum Ende des ersten Schulhalbjahres. „Die Kinder haben viel erarbeitet und gelernt“, ist Schorling vom Ergebnis begeistert. „Damit das Lernen den Kindern Spaß macht, ist das Training altersgerecht und motivierend gestaltet. Die Eltern wurden auf einem Elternabend informiert und anhand von drei Elternbriefen während des Trainings, sowie durch die Mithilfe bei Hausaufgaben, einbezogen.

 „Das Training wurde speziell für Kinder der dritten und vierten Klassen entwickelt und besteht aus drei aufeinander aufbauenden Trainingsstufen. In der ersten Stufe sollen die Kinder Gefühle wie Ärger, Angst, Freude und Trauer bei sich und anderen erkennen und verstehen sowie den Umgang mit eigenen Gefühlen lernen. In der zweiten Stufe werden positive Verhaltensweisen in Konfliktsituationen erarbeitet und eingeübt. In der dritten Stufe sollen sich die Kinder mit Regeln auseinandersetzen, faire Handlungsweisen erkennen und einüben, Eigenverantwortung lernen und Mut zur Zivilcourage entwickeln“, beschreibt Frevert-Fricke Inhalte des Trainings.

 Neben der Grundschule Krankenhagen nehmen die Grundschulen in Exten und Rinteln Nord das Angebot des Familienzentrums wahr.  peb

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