Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
Fußgänger im Streit mit Motorradfahrer

Rinteln Fußgänger im Streit mit Motorradfahrer

Zwei Jahre nach einer Auseinandersetzung mit einem Motorradfahrer ist ein Rintelner (64) vom Vorwurf der falschen Verdächtigung freigesprochen worden.

Voriger Artikel
Der Mann fürs Grüne
Nächster Artikel
19 Geschäfte lassen sich zertifizieren

Rinteln. Der Mann war damals als Fußgänger unterwegs und hatte behauptet, ein Zweiradfahrer sei mit überhöhter Geschwindigkeit auf ihn zugefahren. Er habe zur Seite springen und in eine Hecke ausweichen müssen.

An einem Abend im Juni 2013 überholte ein Motorradfahrer (20) kurz vor einem Ortseingang ein Auto mit einer Geschwindigkeit von zirka 70 Stundenkilometer (km/h). Beim Wiedereinscheren kam ihm der Angeklagte zu Fuß auf der linken Seite entgegen. Dieser hatte sich schon zuvor über das zu schnelle Fahren des ihm unbekannten Bikers in der Tempo-30-Zone geärgert.

Kurz nach dem Vorfall gab der Mann gegenüber der Polizei an, er habe zur Seite springen und sich in eine Hecke drücken müssen, um sich in Sicherheit zu bringen.

Zunächst wurde deshalb gegen den Biker ermittelt, das Verfahren dann aber eingestellt. Der 20-Jährige hatte nämlich zufällig seine Helmkamera eingeschaltet, deren Aufnahmen einen anderen Sachverhalt zeigten: Danach ist der Fußgänger mit erhobenem Zeigefinger auf den Biker zugegangen, der seine Geschwindigkeit auf 52 km/h gedrosselt hatte.

Nachdem die Staatsanwaltschaft das Verfahren gegen den Motorradfahrer eingestellt hatte, legte der Angeklagte dagegen Beschwerde ein. Auch diese wurde zurückgewiesen. Stattdessen wurde gegen den 64-Jährigen wegen falscher Verdächtigung ermittelt.

Letztlich sprach Richter Christian Rost den Rintelner nun von diesem Vorwurf frei. Dabei erfolgte der Freispruch „eher aus rechtlichen als aus tatsächlichen Gründen“. Zwar sei die Behauptung mit dem Sprung zur Seite eindeutig falsch. Aber die gefährliche Situation entstand nach dem subjektiven Empfinden des Angeklagten durch zu schnelles Fahren. Behauptet wurde demnach keine Straftat wie Nötigung oder Straßenverkehrsgefährdung. Laut Rost hatte der Rintelner die Sache nur aufgebauscht und das sei keine falsche Verdächtigung.

Anderer Auffassung war Staatsanwalt Wilfried Stahlhut. Er sah den Anklagevorwurf bestätigt und forderte eine Verurteilung zu einer Geldstrafe von 900 Euro. maf

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Unternehmen quer durch alle Branchen haben sich auch in diesem Jahr wieder an der Aktion der Lions Clubs beteiligt, deren Erlös auch der „Weihnachtshilfe“ der Schaumburger Nachrichten zugute kommt. Hier finden Sie ab dem 1. Dezember die täglich aktuellen Gewinnnummern. mehr

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr

Schaumburg