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Geeigneter Ort für zentralen Seniorentreff?

Rinteln Geeigneter Ort für zentralen Seniorentreff?

Wenn es nach Ursula Helmhold geht, dann ist die Diskussion um einen zentralen Seniorentreff in Rinteln bald Geschichte. Seit Langem wird in den politischen Gremien der Stadt schon debattiert – darüber, ob Rinteln wirklich einen Seniorentreff braucht und, wenn ja, wo dieser denn eingerichtet werden soll.

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Der ehemalige Schnittger-Pavillon an der Klosterstraße steht leer. In Zukunft könnte er auch als Erweiterung der benachbarten Hildburgschule dienen.

Quelle: tol

Rinteln. Für die Ratsabgeordnete der Grünen liegt die Lösung auf der Hand: „Die Räume des ehemaligen Schnittger-Pavillons sind dafür gut geeignet“, sagt Ursula Helmhold.

 In dem Gebäude an der Klosterstraße sind derzeit die Rintelner Tafel und die Kleiderkammer des Roten Kreuzes untergebracht. Ein Teil des Gebäudes steht aber auch seit längerer Zeit schon leer. „Mit einfachen Instandsetzungen könnte hier ein zentraler Ort für Senioren geschaffen werden“, meint Helmhold. Bereits im vergangenen Jahr hatte die SPD-Fraktion im Rintelner Stadtrat ein Antrag gestellt, der die Einrichtung einer Begegnungsstätte für Senioren zum Inhalt hatte. Im Sozialausschuss wurde die Angelegenheit schon beraten, zu einem Ergebnis ist man bislang noch nicht gekommen. „So ein Treff lebt auch von den Leuten, die es in die Wege leiten“, meint Astrid Teigeler-Tegtmeier, Fraktionsvorsitzende der SPD im Rat. Grundsätzlich befürworte sie einen Treffpunkt für Senioren. Zum Standort in den Pavillons an der Klosterstraße sagt Teigeler-Tegtmeier: „Wo man solch einen Treff organisiert, ist eigentlich egal.“

 Egal ist das der CDU-Fraktion wiederum nicht. „Erst mal müssen die Senioren das wollen“, schränkt Fraktionschef Thorsten Kretzer ein. Aber, so macht er deutlich, sei ein Leerstand die schlechteste Lösung. „Wenn die Pavillons vernünftig genutzt werden, warum nicht“, meint Kretzer. Allerdings sollte es dann eine langfristige Lösung geben.

 Zweifel an einem Seniorentreff in der Klosterstraße hat WGS-Fraktionsvorsitzender Gert Armin Neuhäuser. „Viele Senioren wohnen in den Ortsteilen. Die müssen auch irgendwie dorthin kommen“, wendet er ein. Zwar erfüllten die Räumlichkeiten in den Pavillons die Bedingungen für einen Treff, aber die Bereitstellung von Räumen allein gingen Neuhäuser nicht weit genug. „In einem zweiten Schritt müsste man dann auch über das Angebot eines Fahrdienstes nachdenken“, sagt er im Hinblick auf den zentralen Standort in der Kernstadt und die dezentralen Wohnorte vieler Senioren in den Ortsteilen. Eckhard Strohmeier, Vorsitzender des Rintelner Seniorenbeirats, betrachtet Helmholds Vorstoß als „grundsätzlich sinnvoll“. „Aber wir müssen auch erst einmal den Bedarf ermitteln“, sagt er. „Für mich ist entscheidend, ob die Bürger das auch wirklich wollen.“ Laut Strohmeier ist diese Entscheidung noch nicht gefallen, in Kürze, so kündigte der Vorsitzende des Seniorenbeirats an, würden aber Gespräche in punkto Bedarf stattfinden. Auch Strohmeier sagt: „Es ist auch die Frage, wie man solch einen Treff mit Leben füllt. Es braucht auch Personen, die organisieren und betreuen.“

 Die Stadt Rinteln ist Eigentümerin der Gebäude. Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz hält nicht viel von der Idee, gerade in den Schnittger-Pavillons einen Treffpunkt zu errichten. „Das Gebäude ist eine Option für die Oberschule“, sagt der Bürgermeister. Die Zusammenlegung von Haupt- und Realschule wird in diesem Sommer erfolgen. Auf lange Sicht würden weitere Räumlichkeiten für die Schule benötigt. „Dann muss angebaut werden“, so Buchholz. Ein zweiter Grund, der laut Bürgermeister gegen einen Seniorentreff an dieser Stelle spricht: „Die energetischen Rahmenbedingungen sind nicht gerade vorteilhaft.“ Ursula Helmhold sieht indes keine Schwierigkeiten. Buchholz’ Einwand sei schwer nachzuvollziehen. „Als Klassenraum eignet sich der Pavillon ganz sicher nicht“, entgegnet Helmhold.

 Laut Strohmeier haben jetzt erst einmal Rintelns Vereine und Institutionen das Wort, ob ein Seniorentreff auch wirklich gewollt wird.

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