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Gerüstet für den Schneefall

Winterdienst ist vorbereitet Gerüstet für den Schneefall

Vor einem plötzlichen Wintereinbruch muss sich in Rinteln niemand fürchten – der Winterdienst ist für den Ernstfall gut vorbereitet und steht sozusagen in den Startlöchern.

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Bauhofleiter Klaus-Ulrich Hartmann,( links) und sein Stellvertreter Heino Stemme zeigen Maschinen und Fahrzeugaufsätze für den Winterdienst, die schon bald im Einsatz sein könnten.

Quelle: tol

Rinteln. Seit November sind etwa 38 Bauhof-Mitarbeiter der Stadt Rinteln im Schichtwechsel und fünf Landwirte wieder in Bereitschaft, um auf den Straßen im Bedarfsfall für Sicherheit zu sorgen. „Wir fangen schon Anfang November an, uns vorzubereiten und alles zu rüsten“, erklärte Heino Stemme, der Vorarbeiter des Bauhofs. „Wenn starker Schneefall angekündigt wird und es dann so weit ist, müssen wir nur noch losfahren.“

 Mit 140 bis 150 Tonnen Salz und etwa 170 Tonnen Splitt ist das Lager gut gefüllt. „Das würde aber nicht über einen starken Winter reichen“, sind sich Klaus-Ulrich Hartmann, der Leiter des Bauhofs, und Stemme einig. Die Lager werden aufgrund der vergangenen beiden milden Winter nur aufgefüllt. Bleibt der Winter so mild wie bisher, könnten die Kosten für den Winterdienst auch in diesem Jahr niedriger ausfallen. „Bis jetzt musste jedenfalls noch kein einziges Mal gestreut werden“, äußerte Stemme.

 Bis zum ersten Einsatz haben die Mitarbeiter des Bauhofs selbstverständlich nicht „Däumchen gedreht“. Der ausbleibende Winterdienst habe den Mitarbeitern beispielsweise ermöglicht Gehölzschnitte, Parkpflege und Laubbeseitigung durchzuführen sowie Wege zu unterhalten, betonte Hartmann.

 Fast die ganze Bauhofbesatzung sei in Rinteln unterwegs, wenn es heftig schneie. Aber die brauche man nicht immer. Die Personenanzahl hänge vom Wetter ab und das könne man schließlich nicht vorausplanen. Hartmann hat die Wettervorhersage immer fest im Blick. Die Mitarbeiter würden sich aber darauf einstellen, sobald es weiß wird, packen alle mit an. Wenn die Kollegen dann gerade Urlaub haben, bieten sie von selber an, zum Dienst zu kommen, lobt Hartmann. Wenn es ganz schlimm wird, müsse sogar eine Urlaubssperre verhängt werden.

 Wo ist es besonders schwierig für Sicherheit zu sorgen? Die Straße am Krankenhaus wird zuerst mit zwei Fahrzeugen bedient, denn dort fährt unter der Woche der Schulbus. „Das Wichtigste ist für uns immer, dass den Kindern nichts passiert“, machte Stemme deutlich. Und dann werden alle Straßen in der Stadt nach einem festen Tourenplan von Schnee und Eis befreit. Hauptverkehrswege, Steigungen, Brücken und Einmündungsbereiche haben Priorität, doch es stecken auch eine gewisse Logistik sowie Erfahrungswerte dahinter. „Bei starkem Schneefall oder wiederkehrender Glätte arbeiten unsere Mitarbeiter bis zu zehn Stunden“, sagte der Leiter des Bauhofes. Mit vier Schleppern und vier Lastwagen kümmern sich die Bauhofmitarbeiter um Gehwege, Plätze und Straßen. Zusätzlich sorgen fünf Landwirte in Ortsteilen mit ihren Traktoren für sicheres Fortbewegen auf den Straßen.

 Zum Streuen wird ein umweltfreundliches Gemisch aus Salz und Splitt verwendet. Dies hat zur Folge, dass die Straßenbäume nicht so hoch belastet werden. Am Tag werden etwa 30 Tonnen verbraucht. Wenn es sehr stark schneit, wird nur geschoben, denn sonst würde das Streugut sofort wieder zuschneien. Außer bei Steigungen macht dieses im Bedarfsfall einen Sinn. Bei Glatteis kommt Flüssigsalz, die sogenannte Sole, auf die Straße. Diese erreicht sofort die volle Wirkung.

 Hartmann appelliert trotzdem an die Verkehrsteilnehmer, die Geschwindigkeit den Straßenverhältnissen anzupassen, nur vorsichtig zu bremsen und den Sicherheitsabstand zu vergrößern. Zudem bittet er um Verständnis dafür, dass es nicht immer vermeidbar sei, dass beim Räumen bereits freie Gehwege wieder durch die Fahrzeuge zugeschoben werden. Die Winterdienst-Rufbereitschaft der Stadt Rinteln wird noch bis Ende Februar dauern. r

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