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Geschäfte auf dem Trockenen

Wasserrohrbruch in Rinteln Geschäfte auf dem Trockenen

Ein massiver Wasserrohrbruch im Industriegebiet Süd hat in der Nacht zum Mittwoch dafür gesorgt, dass viele Geschäfte des Einkaufszentrums an der Braasstraße in Rinteln auf dem Trockenen saßen. Fließend Wasser? Fehlanzeige. Aber die Geschäftsleute wussten sich zu helfen. Unterdessen waren die Stadtwerke damit beschäftigt, den Schaden zu beheben.

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Das sechs Meter lange neue Rohrstück wird verlegt. 

Quelle: tol

Rinteln. Um 2.50 Uhr ging der Alarm bei den Rintelner Stadtwerken ein. Ausgelöst hatte ihn eine Pumpe in der Dieselstraße in Exten. „Der nötige Vordruck fehlte, den die Pumpe braucht, um das Wasser zum Hochbehälter in der Schäferdrift in Krankenhagen zu befördern“, erläutert Reinhold Kölling von den Stadtwerken.

 Wenig später war der Bereitschaftsdienst am Kreisel an der Braasstraße am Ort des Geschehens, wo das Wasser regelrecht aus dem Boden sprudelte. Das Wasser wurde zwar abgeschaltet, aber bis dahin war es mindestens eine Stunde lang bereits aus dem Rohr ausgetreten, sprich: Mindestens 332.000 Liter Trinkwasser waren bereits verloren. Mindestens, weil unklar ist, wann genau das Leck entstand.

 Der Kreisel wurde teilgesperrt, um zunächst die Bruchstelle zu lokalisieren. Als diese gefunden war, direkt unter der Fahrbahn, wurde im Verbund mit der Firma Loose mit den Bauarbeiten begonnen. Rund zwölf Stunden später war der Schaden behoben. Das beschädigte Kunststoffrohr wies einen Längsriss von einem Meter auf und wurde durch ein sechs Meter langes neues Stück Rohr ersetzt. „Möglicherweise lag das Rohr auf einem Stein, wodurch eine Druckstelle und schließlich der Riss entstand“, mutmaßt Kölling, der den Gesamtschaden auf 10.000 bis 15.000 Euro beziffert.

 Gegen 14.15 Uhr hatten alle Anlieger wieder fließend Wasser. Bis dahin hatten sie sich anders behelfen müssen. Besonders betroffen war die Bäckerei Bredow. Es konnte nicht gebacken werden, weil der Ofen Wasserdampf braucht. Ersatzweise wurde in der Hauptbackstube an der Danziger Straße gebacken. Mit den Brötchen wurden auch Eimer mit Wasser an die Braasstraße geliefert. So konnten die Verkäuferinnen Elke Miede und Gisela Künne sich die Hände waschen und den Kunden Kaffee kochen.

 Im „Bizim Market“ griff man auf die eigenen zum Verkauf stehenden Wasserflaschen zurück. „Schließlich verkaufen wir Lebensmitteln und haben eine Fleischtheke, wo wir uns ohnehin ständig die Hände waschen müssen“, sagt Inhaber Gökhan Sayki. „Aber schlimmer wäre es, wenn der Strom ausfallen würde.“

 Auch Viola Werner aus dem Nachbargeschäft „Cigarren Schaefer“ weiß eine Alternative zum Wasser aus der Leitung: „Heute Morgen habe ich mir gleich eine große Wasserflasche vom Geschäft nebenan besorgt, das reicht zum Kaffeekochen und Händewaschen“, sagt sie.

 Hilfe aus der Nachbarschaft kam den Mitarbeitern von Expert zugute. „Unser Nachbar hat uns angeboten, seinen Wasserhahn im Garten zu benutzen“, sagt Mitarbeitern Stefanie Dreier.

 Bei dem ebenfalls von dem Rohrbruch betroffenen Adolf Scheffler, dem hilfsbereiten Nachbarn, kommt das Wasser nämlich noch aus einem alten Brunnen. Deswegen wurden bei Scheffler die Zähne an diesem Morgen mit Wasser aus der Wasserflasche geputzt.

 Die Baustelle bleibt heute noch bestehen. Die vom Wasser hochgedrückte Asphaltfläche müsse noch erneuert, die abgesackten Kanten- und Verbundsteine auf dem Bürgersteig noch befestigt werden, so Kölling. Bis dahin bleiben die Zufahrten von der B238 sowie vom "Expert"-/Aldi-Parkplatz aus in den Kreisel gesperrt und werden frühestens am Sonnabend wieder freigegeben. pk, nis

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