Volltextsuche über das Angebot:

16 ° / 13 ° Regenschauer

Navigation:
„Geschichten nah am Menschen“

Korrespondent stellt "RTL-Wahlstadt" vor „Geschichten nah am Menschen“

Kai Räuker kennt Rinteln mittlerweile recht gut. Obwohl er schon seit Jahren nicht mehr hier war und in Hannover wohnt. Doch er ist Korrespondent beim TV-Sender RTL und damit zuständig für die Berichterstattung aus der Weserstadt. Rinteln ist vom Privatsender zur „RTL-Wahlstadt“ erkoren worden.

Voriger Artikel
Stadt als Träger einer Montessori-Schule?
Nächster Artikel
In der Kreditfalle

 "Man muss die Kleinstadt schon mögen“: RTL-Korrespondent Kai Räuker ist häufig in der Stadt, seitdem Rinteln „Wahlstadt“ ist.

Quelle: mld

RINTELN. „Die Stadt ist zauberhaft, man kann sich nur verlieben“, sagt er bei einem Gespräch in einem Café auf dem Marktplatz. Die Lage, die Altstadt, Sehenswürdigkeiten wie das Kloster Möllenbeck, alles sei sehr pittoresk – auch wenn ihm das noch nicht so richtig aufgefallen sei, als er im Frühjahr hier war, um die Stadt kennenzulernen. Doch das Wetter war schlecht, der Eindruck dementsprechend angegraut. Ein paar Wochen später kam Räuker wieder, um Filmaufnahmen für das Erklär-Video zur „Wahlstadt“ zu drehen – und der Eindruck wurde schlagartig ein anderer.

Mikrokosmus im Wahlkampf

 Doch Räuker sagt auch – und das meint er nicht negativ: „Man muss die Kleinstadt schon mögen.“ In Rinteln lerne man die Menschen schnell kennen. Auch sei es hier übersichtlich. Genau darum soll es gehen beim „Wahlstadt“-Projekt: Eine Kleinstadt wird vorgestellt als Mikrokosmos des bundesweiten Wahlkampfs. Rinteln wurde ausgewählt, da sie im besten Sinne „durchschnittlich“ sei, also beispielsweise beim Migrantenanteil oder bei der Arbeitslosenquote ungefähr dem Bundesdurchschnitt entspreche.

Die Themen, die im Wahlkampf aktuell sind, sollen anhand von Rintelner Einwohnern und hiesigen Beispielen vorgestellt werden. Dazu benötigt der Sender natürlich Menschen, die vor der Kamera darüber sprechen wollen. Für Anfragen und Anregungen hat der Sender eine eigene E-Mail-Adresse eingerichtet: wahlstadt@rtl.de. Viele Einwohner hätten sich bereits gemeldet: Ärzte, Landwirte, Alleinerziehende. Ihm gehe es darum, „Geschichten nah am Menschen zu erzählen“ und dadurch Probleme im Land aufzuzeigen.

Public Viewings geplant

 Räuker weist darauf hin, dass die „Wahlstadt“-Berichte nur in den Nachrichtensendungen des Senders laufen. Losgehen soll es nach der Sommerpause, Anfang August. Der Sender will unter anderem Berliner Politiker in die Weserstadt holen, um aktuelle Themen mit Bürgern zu diskutieren. Außerdem soll es Public Viewings geben, beispielsweise am 3. September, zur „Elefantenrunde“, wenn Bundeskanzlerin Angela Merkel und Herausforderer Martin Schulz aufeinandertreffen.

 Doch es soll nicht nur um die großen Politiker gehen, auch Erstwähler sollen begleitet werden; wie eine Deutschklasse der Berufsbildenden Schulen sowie ein Politik-Kurs des Gymnasiums Ernestinum. md

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Die „Schlossklause“, die ehemalige Gaststätte an der Arensburg, fiel vermutlich Brandstiftung zum Opfer... mehr