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Glasfassade auf die Weser

Brückentorkomplex in Rinteln Glasfassade auf die Weser

Eigentlich hat das Modell des umgestalteten Brückentorkomplexes in Rinteln noch geheim bleiben sollen. Vorgestellt wurde es erstmals im nicht-öffentlichen Verwaltungsausschuss am Donnerstag. Doch es passierte, was passieren muss, wenn mehrere Menschen, Neugierde und Smartphones zusammenkommen.

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Der Komplex ist maßstabsgetreu im Maßstab von 1:200 gehalten.

Quelle: pr.

RINTELN. is die ersten Ausschussmitglieder Fotos machten, dauerte es nicht lang. Und da es zwischen Handyfotos und Öffentlichkeit meist nur ein kleiner Schritt ist, dachte sich der Verwaltungschef: Genauso gut können wir das Modell jetzt auch öffentlich ausstellen.

Ab sofort können daher alle Interessierten das Modell im zweiten Obergeschoss des Rintelner Rathauses in Augenschein nehmen.

Bei einem spontan einberufenen Pressetermin erklärt Verwaltungschef Thomas Priemer das Modell – „grob, in meinen eigenen Worten“, wie er betont. Für alle Detailfragen seien weiterhin Architekt Wolfgang Hein und Investor Norbert Dittel zuständig.

Es handelt sich um ein sogenanntes Baumassemodell. Dies stellt Gebäude nur sehr grob dar und soll einen ersten Eindruck vermitteln. Dies tut das Brückentor-Modell auch: Es zeigt den Komplex, ein Stück der dahinterliegenden Weser sowie Teile der Fußgängerzone und des angrenzenden Blumenwallparks.

Maßstabsgetreu gehalten

Es ist maßstabsgetreu im Maßstab von 1:200 gehalten. „Dadurch kann man die Höhe der Gebäude ableiten“, erläutert Priemer. So hat das Hauptgebäude ungefähr die Höhe des Kaufhauses Bruno Kleine, während der Turm mit Aufsatz ungefähr auf die Höhe des Ärztehauses kommt.

„Nichts ragt heraus, und die innerstädtische Harmonie bleibt bestehen“, sagt Priemer.

Was zuerst am Gebäude auffällt, ist die gebogene Linie, die die Fassade beschreibt. Die sei derzeit schon „ansatzweise“ zu sehen. Der Haupteingang befindet sich direkt gegenüber der Fußgängerzone, etwa an der Position des jetzigen Woolworth-Eingangs. „Die Menschen sollen direkt hingeführt werden“, sagt Priemer. Eine Möglichkeit, dies stärker hervorzuheben, wäre eine optische Unterstützung. Auf diese Weise könne man das Stück zwischen Fußgängerzone und Eingang mit einem andersfarbigen Asphalt versehen; so wurde es beispielsweise in Bielefeld gemacht, sagt Priemer.

Derzeit laufe außerdem ein Gutachten, das die Verkehrssituation vor dem Brückentorkomplex analysiert. Die Überlegung dahinter: die Verkehrsinsel um einige Meter zu versetzen, und zwar direkt vor den Eingang des Komplexes. So würde die Fußgängerzone optisch verlängert.

Etwa 25 Wohnungen geplant

Auf dem Komplex werden die Wohnungen gebaut, die im Modell durch zwei längliche Blöcke dargestellt sind. „Etwa 25 Wohnungen sollen hier entstehen“, erläutert Priemer, verteilt auf zwei Etagen.

Darunter, mit Blick auf die Weser, wird eine großzügige Glasfassade installiert. Dort wird sich das Foyer des Brückentorsaals befinden. Außerdem ist ein Café geplant; durch Schiebetüren soll man nach draußen auf eine Terrasse treten können. Eine Rolltreppe sowie mehrere Fahrstühle sollen aus dem Erdgeschoss nach oben führen.

Der Hotelturm wird einen Aufbau erhalten, in dem die Gastronomie von ihrem jetzigen Platz im Erdgeschoss einziehen wird. Die Erhebung zwischen Turm und Wohnungen stellt den obersten Teil des Brückentorsaales dar.

„Das Modell dient vor allem dazu, sich anzusehen, wo und wie der aktuelle Bebauungsplan für den Umbau geändert werden muss.“ Daher wird über das Modell demnächst auch im Bauausschuss diskutiert. mld

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