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Glaswurf kostet 4000 Euro

Unklares Geschehen in Rinteln Glaswurf kostet 4000 Euro

Vier Jahre nach einem verhängnisvollen Glaswurf in einer Bückeburger Wohnung konnte der Fall nun vor dem Rintelner Amtsgericht nicht mehr restlos aufgeklärt werden. Bei einem zwischenzeitlich laufenden zivilrechtlichen Verfahren wurde er jedoch vor Gericht zu einer Zahlung von 4000 Euro verurteilt.

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Quelle: Symbolfoto

Bei dem unklaren nächtlichen Geschehen hatte ein 40-Jähriger ein Glas geworfen, ein Mann (25) wurde am Kopf verletzt und musste später an beiden Augen operiert werden. Auf Anregung von Verteidiger Dr. Volkmar Wissgott stellte Richter Christian Rost schließlich das Verfahren wegen geringer Schuld ein. Zugleich hob er in dem zweitägigen Wiederaufnahmeverfahren das frühere Urteil in dieser Sache auf: Weil sich das Geschehen in der Bückeburger Wohnung des Angeklagten abgespielt hatte, war zunächst das Amtsgericht Bückeburg für den Fall zuständig.

Dort wurde der 40-Jährige im Herbst 2012 wegen gefährlicher Körperverletzung zu einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen verurteilt. Da später offenbar neue Beweismittel auftauchten, wurde das Verfahren wieder aufgenommen und jetzt vor dem Amtsgericht Rinteln verhandelt.

25-Jähriger will schlichten

Der Fall: Nach dem Besuch eines Internet-Cafés trafen sich an einem Abend im April 2012 mehrere Leute in der Wohnung des 40 Jahre alten Angeklagten. Man saß zusammen, trank Alkohol – und stritt irgendwann über politische Themen. Dabei geriet der Angeklagte mit einem Gast in eine Auseinandersetzung. Laut Einlassung des späteren Opfers (25) flog ein Glas gegen einen Bilderrahmen, der Gast hob eine Scherbe auf und wollte auf den 40-Jährigen losgehen. Um zu schlichten, sei der 25-Jährige dazwischengegangen und habe in dem Moment ein Glas oder eine Flasche abgekriegt. Gemäß einer früheren Aussage hatte es jedoch nur einen Glaswurf gegeben.

Danach hatte der Angeklagte damit nach seinem Kontrahenten geworfen, ihn aber verfehlt. Stattdessen flog das Wurfgeschoss gegen einen Bilderrahmen. Das schlichtende Opfer soll durch umherfliegende Splitter am Auge verletzt worden sein.

Ganz anders äußerte sich ein erst jetzt ermittelter Zeuge. Demnach war der Gast gar nicht mit einer Scherbe auf den Angeklagten zugegangen. Der Gast hatte nämlich schon die Wohnung verlassen, als der wütende 40-Jährige das Glas gegen die Wand schmiss und das Opfer auf dem Flur war.  maf

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