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Graffiti-Workshop als Prävention

Rinteln Graffiti-Workshop als Prävention

„Zoo“ ist in der Weserstadt vielerorts zu lesen: auf Sitzbänken und Mülleimern, in Bushäuschen oder an Stromkästen. „Zoo“ – drei Buchstaben, gesprüht oder getaggt, ohne dass der Urheber von den Eigentümern darum gebeten worden wäre. Laut Strafgesetzbuch läuft das dann unter „Sachbeschädigung“. Gelingt es der Polizei, „Zoo“ zu identifizieren, könnte es für ihn oder sie teuer werden. Nicht nur in finanzieller Hinsicht.

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Niclas Hattendorf (l.) und Manoel Duhnsen aus Lindhorst bieten im Rahmen der „Sommerferienspaßaktion“ einen Graffiti-Workshop für Jugendliche an.

Quelle: pr.

Rinteln. Die laut Polizei oft noch jugendlichen Täter werden strafrechtlich verfolgt, gegebenenfalls wird in ihrem polizeilichen Führungszeugnis eine Vorstrafe vermerkt. Die Stadt Rinteln will jedoch weder, dass junge Menschen straffällig werden, noch will sie deren offenkundigem Bedürfnis, sich kreativ auszudrücken, im Wege stehen. Deshalb bietet die Stadtjugendpflege im Rahmen der „Sommerferienspaßaktion“ einen Workshop an für 15 Kinder und Jugendliche ab elf Jahren. Engagiert wurden dafür zwei junge Graffiti-Künstler aus Lindhorst.

Die Kinder sollen unter der professionellen Anleitung von Niclas Hattendorf und Manoel Duhnsen (beide 19) in Absprache mit den Stadtwerken mehrere Stromkästen im Stadtgebiet mit Graffiti verschönern.

Vorab, am ersten Tag des zweitägigen Workshops, vermitteln Hattendorf und Duhnsen den Kindern erste theoretische Grundlagen und geschichtliche Hintergründe von Graffiti sowie die rechtlichen Konsequenzen illegalen Sprühens. Anschließend werden die Motive für die Verteilerkästen entworfen, die dann am zweiten Tag des Workshops gestaltet werden sollen. Die Kursteilnahme ist kostenlos.

„Die Gestaltung der Verteilerkästen soll aus einem Mix aus moderner Kunst und Graffiti bestehen, damit auch die ,normalen‘ Bürger etwas damit anfangen können“, sagt Hattendorf. „Es kommt aber auch auf die Jugendlichen an, schließlich wollen wir ihnen so wenig Vorgaben wie möglich machen.“ Mit Projekten wie diesem wollen die zwei Schaumburger dem oft negativen Image von Graffiti etwas entgegensetzen.

„Die Jugendpflege versteht das Sprühen von Graffiti als einen Teil von Jugendkultur, die die Jugendlichen leben“, teilt die Verwaltung mit. Die Stadtjugendpflege wolle diese nicht unterdrücken „oder ihre Taten verfolgen“. Vielmehr gehe es ihr darum, aufzuklären und Freiräume für Jugendliche und junge Erwachsene zu schaffen, in denen sie ihrem Hobby nachgehen und ihre Kunst ausüben können. pk

 Niclas Hattendorf (links) und Manoel Duhnsen aus Lindhorst bieten im Rahmen der „Sommerferienspaßaktion“ einen Graffiti-Workshop für Jugendliche an.pr.

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