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Grazienhaft schwebende Bierbäuche

Seniorenkarneval in Rinteln Grazienhaft schwebende Bierbäuche

Das Schmuddelwetter konnte dem bunten Treiben überhaupt nichts anhaben: Der Rintelner Karnevalsverein hat die Jecken am Wochenende in den Brückentorsaal zum Seniorenkarneval gelockt – und die Bude war voll.

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Die „Rintelner Jungs“ poltern atemlos durch die Nacht.

Quelle: tol

Von Karl-Heinz Thenhart

Rinteln. Nachdem Sitzungspräsident Friedrich-Wilhelm Rauch das Dreigestirn Fürstin „Helga von Schaumburg“, Kanzlerin „Petra vom Limes“ und Till, seine Leichtigkeit „Roland von der Börde“, vorgestellt hatte, donnerte ein dreifaches „Rinteln Helau!“ durch den Saal.

 Als ersten Höhepunkt zeigte die Gardetanz-Truppe aus Döhren eine Spitzenchoreografie. Getoppt wurde diese später vom Döhrener Tanzmariechen, deren originelle Sprünge und akrobatische Figuren jeder leistungssportlichen Bodenturnerin zur Ehre gereichen würden.

 Für ausgelassene Stimmung sorgte Jürgen Schneider alias „De Kölsche Jung“. Es genügte ein Potpourri aus Traditionsliedern, die von Düsseldorf bis Mainz in der fünften Jahreszeit aus allen Kehlen geschmettert werden, um die so gar nicht behäbigen Rintelner Senioren zu einer Polonaise zu animieren.

 Die Gardetanz-Küken aus Kalldorf zeigten, was sie bei ihrer Trainerin Steffi Fromme gelernt haben, schlugen mutig Räder und bildeten Pyramiden, bevor der lang erwartete „Nachtwächter“ Hans-Hermann Stöckl in die Bütt stieg. Er propagierte den „Karneval der Herzen“, sah diesen jedoch weltweit bedroht durch Machenschaften in Welt-, Bundes-, Landes- und Kommunalpolitik. Dem Nachdenklichen wurde Raum gegeben, nun musste wieder Heiterkeit her. Die „Ladykracher“, trainiert von Hannelore Amelung, kostümiert in Doppeldecker-Fliegerinnentracht, tanzten in Formation und Andrea-Berg-Double Marion Kramer beklagte sich bei Herrn Unbekannt, tausendmal von ihm belogen worden zu sein.

 Aus Hessisch Oldendorf reisten die „Firegirls“ an – junge Mädels, die sich mit ausgefallener, farbenfroher Kostümierung zu poppiger Elektromusik bewegten. Die Döhrener Gäste zauberten noch eine Nummer aus dem Hut. Nora Hennies, die „Göre“, erwies sich der Herausforderung der Bütt gewachsen, lästerte offenherzig über ihren Beziehungsstress, machte sich frech über die Kerle, aber auch über sich selbst lustig.

 Nun war Zeit für die Hübschesten der Hübschen! Die angehimmelten „Klosterelfen“ betraten die Bretter, die die Welt bedeuten. Grazienhaft der Schwerkraft trotzend schwebten ihre Bierbäuche, anmutig bildeten die acht Elflein eine – geschätzte – 700-Kilogramm-Pyramide.

 Das beliebte RCV-Männerballett, trainiert von Caroline Prasuhn und Lena Augustintschitsch, wurde einmal mehr seinem Ruf gerecht, locker allen Tanzmariechen zu zeigen, was wahrer Bühnentanz ist. Atemlos durch die Nacht – Fischers Helene lässt grüßen – polterten zum Abschluss der dreistündigen Karnevals-Gaudi die „Rintelner Jungs“ mit ihren Holzschuhen übers Parkett, schmetterten in Nachthemden gehüllt gemeinsam mit dem begeisterten Publikum das Lied „Karneval in Rinteln“.

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