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Grüne fordern Car-Sharing

So würden in Rinteln weniger Autos die Umwelt belasten Grüne fordern Car-Sharing

Mit einem Antrag fordern die Grünen im Stadtrat Rinteln die Einführung eines Car-Sharing-Systems in der Weserstadt. „Rinteln wird dadurch attraktiver, die Stadt kann günstiger wirtschaften, und wir leisten einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz“, begründet Christoph Ochs den Antrag.

Rinteln. Hintergrund ist, dass im Durchschnitt in Deutschland für ein Car-Sharing-Auto fünf Privatfahrzeuge abgeschafft und weitere fünf Wagen nicht neu angeschafft werden. Zudem wird das Auto deutlich bewusster eingesetzt und dadurch die Schadstoffbelastung deutlich reduziert, der Flächenbedarf für das Auto verringert und gleichzeitig der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) gestärkt.

 Das klassische Car-Sharing funktioniert nach einem einfachen Prinzip: Für einen monatlichen Mitgliedsbeitrag teilt man sich mit vielen Menschen mehrere Fahrzeuge, die von einer Zentrale verwaltet werden. Unterschiedliche Autotypen stehen an verschiedenen Standorten bereit und können nach Bedarf und Einsatzzweck per Telefon oder Internet gebucht werden. Zugang zum gebuchten Fahrzeug bekommt man jederzeit über spezielle Schlüsseltresore am Parkplatz oder elektronische Kartensysteme. Für die Nutzung zahlt man noch eine geringe Kilometerpauschale. In der Regel erhält man hierüber einmal im Monat eine Rechnung. Die Nutzer haben mit Reinigung, Wartung, Instandsetzung, Versicherung der Autos und anderen lästigen Dingen nichts mehr zu tun.

 Die Grünen sind sich sicher, dass Car-Sharing auch in einer kleineren Stadt wie Rinteln funktionieren kann. „Es ist nur wichtig, dass sich die Stadt oder städtische Unternehmen daran beteiligen“, zitiert Ochs Erfahrungen aus anderen kleineren Städten. Er verweist darauf, dass die Dienstfahrzeuge der Unternehmen nur wenige Stunden und in der Regel nur von Montag bis Freitag genutzt werden und danach ungenutzt auf dem Hof stehen.

 „Das sind dann aber vor allem die Zeiten, wo man privat für einen größeren Einkauf oder einen Wochenendausflug ein Auto braucht“, berichtet Ochs und hofft, dass viele Rintelner Bürger sich an einem Car-Sharing-System beteiligen und dafür zum Beispiel auf einen Zweitwagen verzichten. Weitere Argumente für die Beteiligung sei die steigende Flexibilität, da man unterschiedliche Autos zur Auswahl hat, die hohe regionale Flexibilität, da in der Regel Autos anderer Car-Sharing-Systeme in anderen Städten mit genutzt werden können. Hinzu komme der Wegfall für Aufwendungen für Reifenwechsel, Inspektionen, Reparaturen, Steuer und Versicherung.

 Experten sind sich laut Ochs einig, dass bei Personen, die weniger als 10.000 Kilometer im Jahr fahren, mit Car-Sharing jeden Monat mehrere Hundert Euro gespart werden können.

 Dass die Rechnung auch für die Stadt aufgeht, liegt für Ochs auf der Hand: „Die Bürger und die Stadt teilen sich ja die Kosten, die für die Stadt sonst allein anfallen würden.“

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