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Grundschule verabschiedet Rektor Ahlswede

Rinteln Grundschule verabschiedet Rektor Ahlswede

196 Schülerinnen und Schüler der Grundschule (GS) Nord aus zehn Klassen haben gestern Adieu gesagt. Mit einer teilweise herzergreifenden Feier verabschiedeten sie ihren Rektor Horst Ahlswede in den Ruhestand.

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Rinteln. 26 Jahre leitete der bei den Schülern beliebte Pädagoge die Grundschule in der Rintelner Nordstadt. Nachfolgerin wird Julia Harting, die die Schulleitung nach den Sommerferien voraussichtlich zunächst kommissarisch übernehmen wird.

Ahlswede trat im Jahr 1980 in den Schuldienst ein. Sechs Jahre unterrichtete er an der Sonderschule in Rinteln, wechselte danach an die GS Todenmann. Im Jahr 1988 ging Ahlswede an die GS Deckbergen, um dort die Schulleitung zu übernehmen. Der Wechsel als Rektor zur GS Nord bedeutete gleichzeitig die letzte Station seiner Laufbahn.

Die hoch emotionale Abschiedsfeier war ein Feuerwerk von musikalischen und humoristischen Darbietungen der Schüler. „Sum gali gali, wir wünschen Ihnen viel Glück, wir sagen nun auf Wiedersehen, die Zeit mit Ihnen war sehr schön“, kam es aus 196 Kehlen.

Ob ein Sketch in Anlehnung auf den vierten Streich von Max und Moritz über die Leiden des Lehrers Lämpel oder eine Persiflage auf Ahlswedes Lieblingsfach – die Mathematik, die Darsteller erhielten eine Menge Applaus. Und danach stimmte die Schülerschaft vollmundig ein: „Du stehst nun auf vom Rektorstuhl, die Schüler fanden dich richtig cool.“

Es folgten kurze Ansprachen des Schülersprecherteams und der Schulelternratsvorsitzenden Anja Rinne. Sie bedankten sich, dass Ahlswede immer ein offenes Ohr für die Belange der Kinder und auch der Eltern hatte. „Ich danke Ihnen, dass Sie oftmals aus verzwickten Situationen noch gute Lösungen gefunden haben – zum Wohle der Kinder und der Schule“, so Rinne.

Bewegt von den Darbietungen und sichtlich gerührt von den herzlichen Worten fiel es Ahlswede schwer, die Fassung zu bewahren. Mit Tränen in den Augen versagte die Stimme. Nach einer kurzen Findungsphase brachte er zum Ausdruck, dass ihm der Abschied wehtue. „Es wird mir schwer fallen, nette Geschichten mit euch nicht mehr erleben zu dürfen.“ Ahlswede bedankte sich bei der Schülerschaft für diese „tolle“ Abschiedsfeier. „Bleibt so, wie ihr seid, eine ganz, ganz liebe Schülerschaft.“ Und zu seinem Kollegium gerichtet sagte er: „Ich danke euch für die hervorragende Zusammenarbeit. Ihr habt es mir immer sehr leicht gemacht.“

Danach hatte der Schulelternrat noch eine Überraschung für den scheidenden Schulleiter vorbereitet. Auf dem Weg aus der Aula auf den Schulhof bekam jedes Kind einen Luftballon. Mit dem Lied „Ich schenk dir einen Luftballon, er schwebt ganz leicht empor“ ließen die Kinder die fast 200 Luftballons in den blauen Himmel steigen.

Ein weiterer Höhepunkt der Abschiedsfeier war unter tosendem Beifall die Einweihung des Horst-Ahlswede-Platzes auf dem Schulhof. Außerdem sorgte der Schulelternrat für eine Bank auf dem Platz, auf der Ahlswede und seine Frau Gabriele Platz nehmen können, wenn sie die Schule wieder einmal besuchen wollen.

Nach der offiziellen Verabschiedung am kommenden Mittwoch mit mehr als 100 geladenen Gästen wird Ahlswede erst einmal Urlaub machen. Aber im September möchte er dann auf Tour gehen.

„Mit zwei Freunden werde ich mit dem Fahrrad in unsere Partnerstadt nach Kendal fahren. Nach einem dreitägigen Aufenthalt geht es dann mit Zug und Fähre zurück nach Rinteln.“ Und damit er mit seinen sportlichen Mitfahrern mithalten kann, wird Ahlswede den Urlaub nutzen, um sich in Form zu bringen. „Ich möchte nicht immer nur hinterherhecheln.“ peb

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