Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / -3 ° Regenschauer

Navigation:
Güterbahntrasse: Keine Entwarnung

Streckenausbau Güterbahntrasse: Keine Entwarnung

Der Hamelner Landrat Tjark Bartels hat in einer Pressemitteilung Stellung zu unserem gestrigen Bericht zum Schreiben der Deutschen Bahn genommen. Demzufolge bleibt die Güterbahntrasse im Weserbergland solange Thema, bis im Bundestag darüber entschieden worden ist.

Rinteln/Hameln. Aus dem bereits ein Jahr alten Bahnschreiben, das erst in dieser Woche der Öffentlichkeit bekannt gemacht wurde, ging hervor, dass weder die Deutsche Bahn noch der Bund Interesse an einem Ausbau der Strecke Löhne-Rinteln-Elze habe.

„Das Schreiben ist sowohl der Politik als auch den Initiativen bekannt“, heißt es nun in der Pressemitteilung. Bei einem Treffen im Bundesverkehrsministerium im Mai 2014 seien Abgeordnete und Vertreter der Bürgerinitiativen dann von Staatssekretär Enak Ferlemann überrascht worden, dass „keineswegs Entwarnung gegeben werden“ könne, „sondern vielmehr die Gütertrasse über Pyrmont als weitere Variante (…) ins Spiel gebracht“ wurde, die laut Bartels „deutlich weiter und nur langsam zu befahren“ wäre.

Da diese Route bereits genehmigt sei, könne dort weitreichend auf Lärmschutz verzichtet werden. „Und genau diese faktische Umgehung modernen Lärmschutzes zu unseren Lasten ist nicht hinnehmbar – dagegen richtet sich der gemeinsame Protest“, so der Landrat.

Mit welcher Priorität eine Strecke ausgebaut wird, werde im Bundesverkehrswegeplan festgelegt. Darüber entscheidet der Bundestag. „Eine Entwarnung wäre nur möglich gewesen, wenn auch das Ministerium klar erklärt hätte, die Streckenführung durch das Weserbergland nicht weiter zu untersuchen“, heißt es weiter.

Auf Anfrage bezeichnet Diethard Seemann, der Vorsitzende der Bürgerinitiative Transit Weserbergland, das Bahnschreiben des Konzernbevollmächtigten Ulrich Bischoping als „alten Hut“.

Bei der Frage, warum mit dem Brief nicht schon früher an die Öffentlichkeit gegangen worden sei, verweist Seemann genau wie Bartels darauf, dass die Entscheidung über die Route nicht bei der Bahn, sondern beim Bundestag liege.

Die Bürgerinitiative und die „AG Bahn“ habe Bischoping im Übrigen zur Regionalkonferenz „Bahn“ am 26. Juni in Lügde eingeladen. Dort wolle er aus Sicht der Bahn über „nachhaltige Lösungen für den Gütertransit von Rotterdam ins Baltikum“ referieren.

Allerdings habe er laut Seemann inzwischen angedeutet, zu dem Termin möglicherweise doch nicht zu erscheinen. „Das macht natürlich misstrauisch“, sagt Seemann. pk

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Unternehmen quer durch alle Branchen haben sich auch in diesem Jahr wieder an der Aktion der Lions Clubs beteiligt, deren Erlös auch der „Weihnachtshilfe“ der Schaumburger Nachrichten zugute kommt. Hier finden Sie ab dem 1. Dezember die täglich aktuellen Gewinnnummern. mehr

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr

Schaumburg