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Haschisch und Koks im Bio-Kurs

Rintelner Polizei setzt auf Prävention Haschisch und Koks im Bio-Kurs

„Keiner verlässt den Raum, bis alles wieder im Koffer ist“, eröffnet Stephan Weichert den Unterricht. Der Polizeihauptkommissar ist zusammen mit seiner Kollegin Britta Steffen-Melchin zu Gast am Gymnasium Ernestinum.

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Britta Steffen-Melchin und Stephan Weichert zählen genau ab, ob alle Drogen wieder in den Koffer gewandert sind.

Quelle: jak

RINTELN. „Die Schüler wollten etwas über Drogen machen“, erklärt Erhard Bachmann, der den Bio-Anwenderkurs als Lehrer leitet. Deswegen sind Weichert und Steffen-Melchin, ausgerüstet mit einem Drogenkoffer des Landeskriminalamts, für zwei Stunden zu Gast im Unterricht.

Kokain, Marihuana, Ecstasy, Pilze und diverse Utensilien packen die beiden Polizisten aus ihrem Koffer – alles bis aufs Gramm abgewogen. Die einzige Droge, bei der etwas Schwund erlaubt sein darf, ist eine dunkle Haschischplatte, die Steffen-Melchin mit einem Feuerzeug anzündet und den Schülern zum Riechen gibt.

Ebenfalls mit dabei ist Jörg Kampf, der als Therapeut an der Rintelner Burghofklinik mit Drogenabhängigen arbeitet und zahlreiche lebensnahe Ergänzungen bieten kann. So erklärt er etwa, wie gefährlich es sein könne, zu kiffen – besonders dann, wenn man in der Familie jemanden habe, der an einer psychischen Krankheit leidet. „Nur ein Zug kann da schon zu viel sein“, warnt der Therapeut.

K.o.-Tropfen nicht nur in Großstädten ein Thema

Ansonsten versuchen die drei Vortragenden, die Drogen nicht zu verteufeln – auch wenn Haschisch und Co. in der Darstellung während der Unterrichtsstunde natürlich nicht sonderlich gut davonkommen.

Weichert und Steffen-Melchin erzählen aus dem Polizeialltag in Rinteln: Jugendliche auf Partys mit Drogenpsychose, aggressive Amphetaminabhängige und mit K.o.-Tropfen gefügig gemachte junge Frauen sind nicht nur in Großstädten ein Thema. Kampf ergänzt im Wechselspiel mit Stephan Weichert immer wieder fachliche Details und berichtet aus seiner beruflichen Praxis.

Zum Abschluss gibt Weichert den Schülern noch besonders abschreckendes Anschauungsmaterial mit nach Hause: Die Internetseite „Faces of Meth“ sammelt „Vorher-Nachher-Bilder“ von Crystal-Meth-Abhängigen. jak

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