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Hebt Frauenkarneval doch wieder ab?

Rinteln Hebt Frauenkarneval doch wieder ab?

Die Hoffnung stirbt zuletzt, diese Binsenweisheit hat sich während der Mitgliederversammlung des Rintelner Frauenkarnevals bewahrheitet. Während Ende September noch eine Auflösung des Vereins angekündigt wurde, mehrten sich schon in unserem jüngsten Bericht die Stimmen, die ein abruptes Ende nicht guthießen.

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Jede Veranstaltung ein Volltreffer: 16 Jahre lang hat der Frauenkarneval für eine besondere Party gestanden.

Quelle: tol

Rinteln. Bei der Mitgliederversammlung im Gasthaus Homberg, deren einziger Tagesordnungspunkt die Auflösung des Vereins war, folgte nun der Knalleffekt.

Zunächst ergriff die Vorsitzende Ilona Fromme das Wort. „Die Gruppendynamik hat sich sehr negativ entwickelt. Es wurde zu viel hinter dem Rücken geredet.“ Auch die persönliche Beziehung zwischen den Vorstandsmitgliedern sei vergiftet gewesen, zählt Fromme auf. Sie wolle daher nun zur Abstimmung kommen.

Doch so einfach ließen die anwesenden Mitglieder ihre Vorsitzende nicht gewähren. „Man reißt sich hier den Arsch auf“, beklagt eine, „und dann so was.“ Auch Beisitzerin Jutta Meves sagt: „Es gab einfach keinen Konsens mehr.“ Und sie wird deutlich: „Ich bin mit Ilonas Führungsstil nicht einverstanden.“ Es sei unanständig gewesen, interne Differenzen an die Öffentlichkeit zu tragen. „Was glaubst du, wie die Leute von uns denken, wenn wir Frauen uns wegen des Fracks auflösen.“ Das sei zwar nicht ausschlaggebend gewesen, aber so bei der Öffentlichkeit rübergekommen.

Die bisherige Sitzungspräsidentin Dorothee Heidel sagt: „Ich wäre für eine Fortführung des Vereines, aber vorstandslos. Dann können wir uns neu zusammensetzen und überlegen, wie es weitergehen kann.“ Die langjährige Vorsitzende Waltraud Bauer unterstrich: „Ihr wisst alle, das hier ist mein Baby“, ein so ruhmloses Ende, das sei schade.

Sehr schnell wurde bei der Mitgliederversammlung klar: Auflösen möchte sich der Verein nicht. „Wir haben wohl überreagiert“, räumt Meves ein, die zusammen mit Fromme und anderen Elfenratsmitgliedern, die Presseaussendung Ende September formuliert hatte. „Wir haben einfach keine andere Möglichkeit gesehen.“ Dafür zeigten die anderen Mitglieder Verständnis.

Roman Stasitzek, der einzige Mann in der Frauenrunde, verlangte ein Misstrauensvotum gegen Fromme. Er wolle nicht den ganzen Vorstand, sondern nur die Vorsitzende abwählen. Mit acht Stimmen für die Abwahl und zwei Enthaltungen wurde diesem Antrag stattgegeben. Damit ruht der Verein bis zur Wahl einer neuen Vorsitzenden in den Händen der bisherigen Stellvertreterin Sandra Sperlich, die der Mitgliederversammlung nicht beiwohnen konnte.

Mittels Handy und Terminkalender einigten sich die anwesenden Mitglieder schnell auf ein baldiges neues Treffen, um die weitere Vorgehensweise zu besprechen. Am 12. November will man sich erneut zusammensetzen. Stasitzek betonte, er sei für eine Prunksitzung noch im kommenden Jahr und gegen ein Jahr Pause. „Die Erfahrung zeigt, dass ein Jahr Pause oft das Ende bedeutet.“ Allerdings sind die ursprünglich gebuchten Darsteller und sämtliche Vorbereitungen nun rückgängig gemacht worden.

Die mehr symbolische Abstimmung über die Wiederaufnahme des Gründungsmitgliedes Bärbel Skoruppa wurde schnell über die Bühne gebracht.

Wer eintreten oder den Verein anderweitig unterstützen möchte, kann sich unter der E-Mail-Adresse heidel.doro@t-online.de melden. jak

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