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Herausforderung im Luther-Jahr

Nikolai-Kirchengemeinde Herausforderung im Luther-Jahr

Die Nikolai-Kirchengemeinde in Rinteln kann sich glücklich schätzen: Im Gegensatz zu vielen anderen Gemeinden hat sich bei ihr theologischer Nachwuchs eingefunden: Vikar Jan-Sören Damköhler wurde am Sonntag von Pastorin Sabine Schiermeyer im Gottesdienst zum Neujahrsempfang der evangelischen Kirchen des Kirchenkreises Grafschaft Schaumburg eingeführt.

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Beim Neujahrsempfang im Altarraum nehmen all die ehrenamtlichen Mitarbeiter in den Gemeinden Dankesworte entgegen.

Quelle: cok

Rinteln. Der angehende Pastor absolviert bis Ende Januar noch ein Praktikum in der Grundschule Süd, um dann in den kirchlichen Vorbereitungsdienst einzutreten. In der Nähe von Hameln aufgewachsen, studierte Damköhler in Kiel und Großbritannien und machte sein Theologie-Examen in Göttingen. Inzwischen ist er nach Rinteln umgezogen und hat sich „schon recht gut mit der Weserstadt angefreundet“. Bei seiner Begrüßung dabei waren Superintendent Andreas Kühne-Glaser, Pastor Dirk Gniesmer vom Johannis-Kirchzentrum und Pastorin Gundula Sievert von der Erlöserkirche Krankenhagen.

„Theologie des Kreuzes“

Sieverts Predigt zum Neujahrsempfangs-Gottesdienst im Jahr des 500. Reformationsjubiläums ließ Martin Luther zu Wort kommen, als sie einen Predigttext aus dem zweiten Buch Mose auslegte. Darin geht es um ein Gespräch, das Prophet Mose mit Gott führt und in dem er ihn bittet, sich in seiner ganzen Herrlichkeit zu zeigen. Luther greift das Anliegen auf, indem er einer „Theologie der Herrlichkeit“ die „Theologie des Kreuzes“ gegenüberstellt und betont, dass Gott nicht nur allmächtiger Herrscher sei, sondern mit Jesus auch das menschliche Leben und Leiden teile und sich so zeige.

Extra für diesen besonderen Gottesdienst hatte Kreiskantorin Daniela Brinkmann einen Projektchor gegründet, der mit seinem Gesang auch die Gemeinde ins Singen hineinzog. Beim anschließenden Neujahrsempfang im Altarraum erhielten nicht nur die Sänger den Dank von Pastorin Sabine Schiermeyer, sondern alle ehrenamtlichen Mitarbeiter in Kirchenvorständen und Gemeinden, die unentbehrliche Arbeit leisteten. Joachim Steinbeck betonte als Vertreter von Bürgermeister Thomas Priemer den hohen Wert der Flüchtlingsarbeit, die von den evangelischen Kirchengemeinden mitgetragen werde, als Ausdruck einer Willkommenskultur, der man als Christ und Staatsbürger verpflichtet sei.

Dritte Vakanz kündigt sich an

Das Jahr 2017 werde einige interne Herausforderungen an den Kirchenkreis stellen, betonte Schiermeyer. Pastorin Sievert wird nämlich ihre halbe Pfarrstelle in Krankenhagen zugunsten einer erhöhten Stundenzahl als Schulpastorin am Gymnasium Ernestinum aufgeben. Das wäre bereits die dritte Vakanz im Kirchenkreis, ein Umstand, auf den man sich angesichts der bundesweit problematischen Nachwuchssituation einstellen müsse. Geplant sei, so Sievert, die unbesetzte Springer-Stelle und die halbe Pfarrstelle Krankenhagen als eine ganze Stelle auszuschreiben. cok

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