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Herkulesstaude gefährlicher als Ambrosia

Bauhof ist wachsam Herkulesstaude gefährlicher als Ambrosia

Das Umweltbundesamt und andere Institutionen haben der Pflanze Ambrosia den Kampf angesagt. Zu heftig sind die allergischen Reaktionen, die das Gewächs schon in kleinsten Mengen auslösen kann: von Heuschnupfen über Asthma bis zu Nesselsucht.

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Im Sandfeld zwischen Engern und Steinbergen hat einer unserer Leser diese Herkulesstaude, auch bekannt als Riesen-Bärenklau, entdeckt.

Quelle: tol

Rinteln. Entsprechend wachsam ist der Bauhof der Stadt Rinteln. Der hat aber vor allem mit einer anderen, nicht weniger unangenehmen Pflanze zu kämpfen: der Herkulesstaude.

Meldungen über den Riesen-Bärenklau, wie die Herkulesstaude auch genannt wird, erreichen den Bauhof weit häufiger als Informationen über Ambrosia. Berührungen mit dieser Pflanze können schmerzhafte Quaddeln und schwer heilende Verbrennungserscheinungen bewirken.

In diesem Jahr haben bereits mehrere Bürger dem Bauhof Herkulesstauden gemeldet. Gerade erst haben Mitarbeiter des Bauhofs Pflanzen an der Exter, an der Bahnlinie und in Engern entfernt, teilt Bauhofleiter Klaus-Ulrich Hartmann auf Anfrage mit. Die giftige Pflanze sei häufig auf feuchten Flächen und in Gewässernähe zu treffen. „Wichtig ist beim Entfernen der Pflanzen, die Herkulesstaude noch vor ihrer Blüte abzustechen, damit sie sich nicht weiter verbreitet“, sagt Hartmann.

Nicht in den Zuständigkeitsbereich des Bauhofs fällt ein Hang zwischen Engern und Steinbergen, an dem ebenfalls Herkulesstauden wachsen. Ein Leser unserer Zeitung hatte uns auf die Pflanzen in der Straße Im Sandfeld aufmerksam gemacht.

Ob sich die Pflanze auf dem Grundstück der Fürstlichen Hofkammer befindet, konnte gestern nicht geklärt werden. Joachim Hansmann, Pressesprecher bei den Niedersächsischen Landesforsten, teilt jedoch mit, dass man die Stelle prüfen und bei entsprechender Zuständigkeit die Pflanzen beizeiten auch entfernen werde.

Ambrosia, erläutert Hartmann, hat sich vor allem durch Vogelfutter verbreitet, in dem sich Samen der Pflanze befanden. Die Vögel nahmen das Vogelfutter auf, änderten ihren Standort und verloren auf dem Weg dahin immer wieder Samen. Auf diese Weise habe Ambrosia sich ohne eigenes Zutun ausbreiten können.

In der Konsequenz gebe es heute zwar auch in der Region mehr Ambrosia als früher. Auf tatsächliche Bestände stoße der Bauhof aber nur sehr selten.

Häufig handele es sich bei Meldungen, die den Bauhof erreichen, um Verwechslungen. „Die Herkulesstaude sieht dem Wermut sehr ähnlich“, so Hartmann. „Aber wir nehmen jeden Hinweis ernst, auch auf Ambrosia, und gehen dem nach“, versichert der Bauhofleiter.

Die Angaben von Hartmann decken sich mit den Erfahrungswerten des Rintelner Hautarztes Dr. Dieter Krausch. Während er relativ häufig Patienten behandele, die mit der Herkulesstaude in Berührung kommen, seien ihm Ambrosiafälle bislang kaum untergekommen.

Dies bedeute aber nicht, dass es diese Fälle nicht gibt, gibt Krausch zu bedenken. Sie werden von den Betroffenen womöglich nur nicht erkannt. „Vielleicht hat sich für Ambrosia noch kein Bewusstsein entwickelt“, mutmaßt Krausch. pk

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