Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
Herkulesstaude läuft Ambrosia den Rang ab

Rinteln Herkulesstaude läuft Ambrosia den Rang ab

Das Umweltbundesamt und andere Institutionen haben der Pflanze Ambrosia den Kampf angesagt. Zu heftig sind die allergischen Reaktionen, die das Gewächs schon in kleinsten Mengen auslösen kann: von Heuschnupfen über Asthma bis zu Nesselsucht.

Voriger Artikel
Keine Bewährung für 61-jährigen Ladendieb
Nächster Artikel
IGS: In drei Jahren wird es zu eng

Im Sandfeld zwischen Engern und Steinbergen hat einer unserer Leser diese Herkulesstaude entdeckt.

Quelle: tol

Rinteln. Entsprechend wachsam ist der Bauhof der Stadt Rinteln. Dieser kämpft aber vor allem mit einer anderen unangenehmen Pflanze: der Herkulesstaude.

Meldungen über den Riesen-Bärklau, wie die Herkulesstaude auch genannt wird, erreichen den Bauhof weit häufiger als Infos über Ambrosia. Berührungen mit dieser Pflanze können schmerzhafte Quaddeln und schwer heilende Verbrennungserscheinungen bewirken.

In diesem Jahr haben bereits mehrere Bürger dem Bauhof Herkulesstauden gemeldet. Gerade erst haben Mitarbeiter des Bauhofs Pflanzen an der Exter, an der Bahnlinie und in Engern entfernt, teilt Bauhofleiter Klaus-Ulrich Hartmann mit. Die Pflanze sei häufig auf feuchten Flächen und in Gewässernähe zu treffen. „Wichtig ist beim Entfernen der Pflanzen, die Herkulesstaude noch vor ihrer Blüte abzustechen, damit sie sich nicht weiter verbreitet“, sagt Hartmann.

Nicht in den Zuständigkeitsbereich des Bauhofs fällt ein Hang zwischen Engern und Steinbergen, an dem ebenfalls Herkulesstauden wachsen. Ein Leser dieser Zeitung hatte die Rerdaktion auf die Pflanzen Im Sandfeld aufmerksam gemacht. Das Grundstück ist Eigentum der Fürstlichen Hofkammer. Auf Anfrage teilt Joachim Hansmann, Pressesprecher bei den Niedersächsischen Landesforsten, mit, dass man die Pflanzen bald entfernen werde.

Ambrosia, erläutert Hartmann, hat sich vor allem durch Vogelfutter verbreitet, in dem sich Samen der Pflanze befanden. Die Vögel nahmen das Vogelfutter auf, änderten ihren Standort und verloren auf dem Weg dahin immer wieder Samen. Auf diese Weise habe sich Ambrosia ohne eigenes Zutun ausbreiten können. In der Konsequenz gebe es heute zwar mehr Ambrosia als früher, auf tatsächliche Bestände stoße der Bauhof aber nur selten – „nur ein paar Mal im Jahr“, sagt Hartmann. Häufig handele es sich bei den Meldungen um Verwechslungen. „Die Herkulesstaude sieht zum Beispiel dem Wermut sehr ähnlich“, so Hartmann. „Aber wir nehmen jeden Hinweis ernst.“ pk

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Unternehmen quer durch alle Branchen haben sich auch in diesem Jahr wieder an der Aktion der Lions Clubs beteiligt, deren Erlös auch der „Weihnachtshilfe“ der Schaumburger Nachrichten zugute kommt. Hier finden Sie ab dem 1. Dezember die täglich aktuellen Gewinnnummern. mehr

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr

Schaumburg